ParkaueJunges Staatstheater Berlin

Premiere
Uraufführung

Herr Fritz vom Geheimdienst

von David Lindemann
  • 12. April
  • 16.00 Uhr
  • 9+
  • Bühne 1
KaufenReservieren

Aktuell

  • Welttheater tag

    Botschaft zum Welttheatertag 2015
    von Regisseur Krzysztof Warlikowski:

    "Die Meister des Theaters sind fernab des Theaters, haben mit dem Theater als einer Reproduktionsmaschine von Klischees und Konventionen nichts zu schaffen. Ihnen gelingt es, die pulsierenden Quellen und die lebendigen Zeitströme zu entdecken, die um die Theaterräume eher einen Bogen machen, auch um die vielen Menschen dort, die sich tagtäglich mit dem Nachahmen irgendwelcher Welten abmühen. Wir ahmen nach, reproduzieren, statt eigene Welten zu schaffen, innezuhalten, den Impulsen aus dem Dialog mit dem Publikum nachzugehen, den verborgenen Affekten nachzuspüren, die am besten vom Theater aufgedeckt werden können. 
    Meine Wegweiser finde ich zumeist in der Prosa, sie begleiten mich ständig. Es sind Schriftsteller, die vor einem Jahrhundert prophetisch, doch nüchtern den Niedergang der europäischen Götter beschrieben haben; einen Niedergang, der unsere Zivilisation in eine bis heute nicht aufgehellte Dämmerung zurückgeworfen hat. Ich denke an Franz Kafka, Thomas Mann oder Marcel Proust und mit Blick auf die Gegenwart an John Maxwell Coetzee.

    Gemeinsam ist ihnen das Gefühl des unentrinnbaren Weltendes, nicht unseres Planeten, sondern der Auflösung eines Modells der zwischenmenschlichen Beziehungen, ihrer tradierten Ordnung und Werte, das Infragestellen der ausgefochtenen Revolten – ein Gefühl, das auch uns heute zunehmend bedrängt. Uns, obwohl wir das Ende der Welt hinter uns haben.

    Angesichts der Morde und Konflikte, die an immer mehr Orten entbrennen - und das mit einer Geschwindigkeit, der sogar die allgegenwärtigen Medien mit ihrer täglichen Berichterstattung nicht standhalten können – die, kaum benannt, schon wieder langweilig werden, um spurlos aus den Tagesnachrichten zu verschwinden, sind wir machtlos, entsetzt, fühlen uns umzingelt.

    Für den Bau von Türmen reicht es nicht mehr und die Mauern, die wir so hartnäckig errichten, bieten uns keinen Schutz. Im Gegenteil. Wir sind es, die unsere Mauern beschützen, intakt und dicht halten müssen; der Großteil unserer Energie geht dabei drauf. Es fehlt dann die Kraft, die Welt hinter dem Tor, hinter den Mauern wahrzunehmen. Und gerade das ist es doch, was Theater ausmacht, hier liegt seine Kraft. 
    Dort hinzusehen, wo das Hinsehen verboten ist.

    „Die Sage versucht das Unerklärliche zu erklären. Da sie aus einem Wahrheitsgrund kommt, muss sie wieder im Unerklärlichen enden." schreibt Kafka über den Mythos von Prometheus. Der Gedanke ist sehr aufschlussreich in Bezug auf das Theater, wie es aus meiner Sicht sein sollte. Genau solch ein Theater, das in der Tiefe der Wahrheit seinen Anfang und im Unerklärlichen sein Ende findet, wünsche ich von Herzen all seinen Arbeitern, denen auf der Bühne und denen im Zuschauerraum."

    Übersetzung aus dem Polnischen: Ewa Strózczyñska-Wille
    Die Originalversion finden Sie auf den Seiten des ITI Deutschlands.

  • Die nächsten Premieren

    David Lindemann schreibt für das THEATER AN DER PARKAUE einen James Bond für Kinder, in dem die Kinder die wahren Helden sind. Katrin Hentschel führt Regie.

    Herr Fritz vom Geheimdienst, 9+
    12. April, 16 Uhr

    Kurz vor seinem dreizehnten Geburtstag erlebt Marko etwas Unglaubliches: Er wird zum Star! 
    Sylvia Sobottka inszeniert zum ersten Mal an der Parkaue:

    Star, 11+
    14. April, 10 Uhr

    Die jtw spandau zeigt Gogols Satire als skurrile Feier über Korruption, Schwarzarbeit, Intrigen und Betrug in der Regie Carlos Manuels.

    Die toten Seelen, 16+
    16. Mai, 18 Uhr

    Basierend auf den Jugenderinnerungen des israelischen Malers und Schiftstellers Nachum Gutman
    erzählt Hannan Ishay die Geschichte über die grausame Realität junger Menschen zwischen den Fronten.

    Der Pfad der Orangenschalen, 11+
    27. Juni, 16 Uhr

  • Literatur Live...

    Katharina Thalbach Live:
    "Der Räuber Hotzenplotz"

    Der Räuber Hotzenplotz ist ein ganz schöner Schurke, er hat Großmutters Kaffeemühle gestohlen. Doch Kaspar und Seppl haben schon einen Plan, wie sie die geliebte Kaffeemühle zurückerobern können. Katharina Thalbach liest am 19. April live Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker auf der großen Bühne.

    Fredrik Vahle Live:
    "Neues von Anne Kaffeekanne!"

    Fredrik Vahle erzählt am 13. Juni, wie es kam, dass Anne die Eskimos, den riesengroßen Löwen, Heidi und den Almöhi, den Oberförster und Hansi Heinemann kennengelernt hat. Und wie Anne ihre heißgeliebte Kaffeekanne verliert!

    Karten gibt es hier. 

  • alle wollen theater!

    Auch Kinder und Jugendliche,
    die es sich nicht leisten können!

     

    Als Kulturpatin/Kulturpate können Sie Theater und damit kulturelle Teilhabe spendieren. 

    Neben Einzelspenden können Sie jederzeit auch Vorstellungen für Klassen oder Ihr Unternehmen und die Familien buchen. 
    Besonders in der Vorweihnachtszeit spielen wir viele spannende, märchenhafte und lustige Stücke für die ganze Familie.

    Sprechen Sie uns an und wir entwickeln gemeinsam einen unvergesslichen Theaterbesuch.
    Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Brüder-Grimm- Preis 2015

     Im Auftrag des Landes Berlin lobt das THEATER AN DER PARKAUE alle zwei Jahre den mit 10.000 € dotierten Brüder-Grimm-Preis zur Förderung des Kinder- und Jugendtheaters aus.

    Prämiert werden Stücke und Inszenierungen, die aus dem Bereich des Kinder- und Jugendtheaters stammen, sich mit der Wirklichkeit junger Menschen auseinandersetzen und auf ein tolerantes Miteinander hinwirken.

    Alle Informationen und Anmeldekriterien finden Sie hier.

  • Das Archiv ist...

    bunt und manchmal auch schwarz-weiß. Im Archiv finden Sie zu allen Stücken auch Fotos, Inszenierungsbilder und Probensituationen.

    Viel Vergnügen beim Stöbern.

  • Es geht weiter...

    ..die Bauarbeiten für die neue Bühne 3 sind in vollem Gang und hier könnt ihr im Zeitraffer die Arbeiten von August bis Oktober sehen.


    Weitere Fotos zum Stand der Sanierungsarbeiten gibt es auch auf unserer Facebookseite!

    Fotos: Thomas Appelt