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† 9. August 2007 bei
Berlin
Er bricht nach drei
Semestern sein Studium der Philosophie am Franz-Mehring-Institut in Leipzig ab
und arbeitet danach, bis 1958, als Bühnenarbeiter bei der DEFA. 1959 bis 1963
studiert Plenzdorf an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg, danach wird er
Szenarist und Dramaturg bei der DEFA. 1972 wird in Halle sein an Goethes
„Werther“ anknüpfendes Stück „Die neuen Leiden des jungen W."
uraufgeführt, das zu einem sensationellen Erfolg in Ost und West avanciert.
1973 hat der Film „Die Legende von Paul und Paula" Premiere (Szenarium:
Ulrich Plenzdorf), der in der DDR ein Riesenerfolg wird. 1979 erscheint die
Romanfassung der Geschichte unter dem Titel Die Legende vom Glück ohne Ende. 1978
erhält er für seinen inneren Erlebnis-Monolog „Kein runter, kein fern" den
Ingeborg-Bachmann-Preis. In den 1980er Jahren schreibt er die Bühnenfassungen
zweier Romane von Tschingis Aitmatow: „Ein Tag, länger als ein Leben" und
Zeit der Wölfe. In den 90-ern arbeitet Plenzdorf an Stücken und Drehbüchern für
das Fernsehen – er ist Drehbuchautor für die Fernsehserie „Liebling Kreuzberg“,
für den Film „Abgehauen" (nach der autobiographischen Schrift von Manfred
Krug) und den dreiteiligen Fernsehfilm „Der Laden“ (nach dem gleichnamigen Film
von Erwin Strittmatter). Für den 2002 erscheinenden Roman „Die ohne Segen sind“
erhält er den Deutschen Jugendbuchpreis. Seit 2004 Gastdozent am Deutschen
Literaturinstitut Leipzig.