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carrousel - Die traurige Gesch. v. Friedrich dem Großen
Foto: Rainer Büttner, Bärbel Röhl, Roman Weltzien_Jörg Metzner
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Im 300. Jahr nach der ersten Krönung eines preußischen Königs soll Neugier entstehen auf eine ferne Historie, die sich so fremd dann gar nicht präsentiert. Eine "traurige Geschichte" zwar, doch satirisch-heiter gefasst, die Familienstrukturen zeigt, wie man sie seit Jahrhunderten kennt.
Ein Vater, der von Frau und Kindern Ergebenheit fordert, sie notfalls mit drastischen Restriktionen durchsetzt und auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt.Eine Mutter, die sich schützend vor die Kinder stellt und um den Familienfrieden erfolglos ringt.
Eine Tochter, wenig geachtet in einer männerdominierten Welt, schwankend zwischen der Anerkennung ihrer Opferrolle und der hoffnungsvollen Konspiration mit dem aufmüpfigen Bruder. Und der Sohn: empfindsam und gebildet, kämpfend mit der Angst vor dem brutalen Vater und im trügerischen Bewusstsein der eigenen Macht voll von Aus- und Aufbruchsideen.
Eine fast gewöhnliche Famileinsituation?
Nein, denn der Vater ist der preußische König Friedrich Wilhelm und der Sohn der Thronfolger Friedrich.Und so wird aus dem privaten ein gesellschaftspolitischer Konflikt, der die Regierungskreise der europäischen Mächte beschäftigt.
Und der misslungene Fluchtversuch des jungen Friedrich bleibt kein "Dummer-Jungen-Streich", sondern wird durch die Hinrichtung von Friedrichs Freund Katte zum Exempel despotischer väterlicher Machtausübung und erpresserischer Willensbeugung.
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| Aufgabe | Name |
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| Regie | Axel Richter |
| Bühne | Ulrike Kunze |
| Kostüme | Ulrike Kunze |
| Musik / Komposition | Bernfried Schön |
| Tanz | David Sutherland |
| Autor/in | Alexander Lang |
| Autor/in | Heinrich Mann |