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Theater der Freundschaft - Morgen kommt der Schornsteinfeger
Foto: Annemarie Hummel, Dieter Schaarschmidt, Dieter Zöllter, Ludwig Friedrich, Karin Reif_Egon Radloff
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Versuch über das Glück nennt Claus Hammel sein neues Stück. Der Schornsteinfeger, der sich im Titel ankündigt, muss überlieferten Glücks-Rezepturen nach damit zu tun haben. Hat er auch. Ganz sicher aber in einem anderen Sinn: er ist keine Symbolfigur und kein Wundertäter, sondern ein Mensch von heute. Seine eigenen Vorstellungen von Glück und seine Fähigkeiten, "Glück zu bringen", stammen aus unserer Zeit.
Berlin – Fischerkietz, einer der ältesten Flecken unserer Stadt zwischen Mühlendammbrücke und Spittelmarkt. Seine Bewohner verlassen die alten Häuser. Sie verlassen ein Stück Vergangenheit, die Neuem, Zukünftigen Platz machen muss. Auch die Leute aus der Schornsteinfegergasse nehmen Abschied. Der Schornsteinfeger Ratunde fegt zum letzten Mal den kalt gewordenen Schornstein. Für Jette ist dieser Umzug in den siebenten Stock eines Neubaues ihr Umzug ins Glück. In der alten Wohnung bleibt auch ihr bisheriges Leben zurück. Von nun an wird sie den erarbeiteten Wohlstand genie0en und erwachsen sein. Ihren alten Freund Ratunde, der ihr Vater, Mutter und Glücksbringer war, braucht sie nun nicht mehr. Sie hat Jule, ihren Mann, mit dem sie nun am Ziel ihrer Wünsche angekommen zu sein glaubt. Die Warnungen der Nachbarn und Freunde, dass im Genießen nicht nur der Sinn des Lebens besteht, schlägt sie in den Wind.
Aber schon beim Einrichten der neuen Wohnung spürt sie, dass zum Glücklichsein mehr gehört. Sie beginnt nachzudenken und zu fragen: "Wie soll ich Leben?" Ein Rezept lässt sich nicht finden. "Wir arbeiten für den Wohlstand, aber wie sollen wir ihn verwalten? Um mich her scheint das jedermann zu können! Aber ich?" Jette weiß keine Antwort. Wird sie sie finden?
ab 14 Jahre
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| Aufgabe | Name |
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| Regie | Horst Hawemann |
| Bühne | Otto Kähler |
| Kostüme | Ursula Seidler |
| Autor/in | Claus Hammel |