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Im 17. Jahrhundert stellt der italienische Mathematiker, Astronom und Physiker Galileo Galilei das jahrhundertealte ptolemäische Weltbild auf den Kopf. Nach intensiven Beobachtungen des Sternenhimmels behauptet er in Anlehnung an die Ideen von Kopernikus, die Erde drehe sich um die Sonne und sei nicht das Zentrum des Universums. Ein Aufschrei geht durch die Öffentlichkeit: Sowohl die Mächtigen in Politik und Kirche als auch die einfachen Menschen wollen die Erde als Mittelpunkt zementieren. Galilei wird untersagt, seine "ketzerischen Lehren" zu verbreiten, seine wissenschaftlichen Werke werden von der Inquisition auf den Index gesetzt, unter Androhung von Folter wird er gezwungen, seine Erkenntnisse zu widerrufen. Über diese Auseinandersetzungen vergisst er die Bedürfnisse seiner Tochter und verschwendet ihr Leben.
Brecht zeigt den großen Denker Galilei als widersprüchlichen Charakter, der die an ihn gestellten Ansprüche kaum in Einklang bringen kann: zerrissen zwischen der Faszination für seine Studien, der moralischen Verantwortung wissenschaftlichen Forschens und seiner Rolle als Familienvater.
Mit LEBEN DES GALILEI setzt sich die Zusammenarbeit mit dem Volkstheater Rostock fort. Nach DER SCHIMMELREITER von Theodor Storm inszeniert Kay Wuschek Brechts Klassiker des epischen Theaters.
Premiere am Volkstheater Rostock am 15. Oktober 2011
Bei Fragen, Anregungen oder dem Wunsch für ein Nachgespräch wenden Sie sich gern an Camilla Schlie (Dramaturgin/Theaterpädagogin).
Spieldauer: 150 Minuten mit Pause
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| Aufgabe | Name |
|---|---|
| Regie | Kay Wuschek |
| Bühne | Angelika Wedde |
| Kostüme | Angelika Wedde |
| Dramaturgie | Anne Krey |
| Theaterpädagoge/in | Camilla Schlie |