Die Maschine steht still
12+

Dramatisierung von Evy Schubert nach E.M. Forster Deutschsprachige Erstaufführung

Die Menschen haben die absolute Herrschaft über die Natur erlangt. Wind und Regen: Abgeschafft. Meetings: Abgeschafft. Einkaufen: Abgeschafft. Umarmung: Abgeschafft. Es lebe die Maschine! Bequem und vereinzelt hausen die Menschen in ihren wohl temperierten Waben unter der Erde, vernetzt durch einen riesigen Kommunikationsapparat. Will man sie erreichen, sind sie immer schon im Gespräch und teilen ihre neuesten Ideen mit ihren Freunden. Damit ist die nächste Stufe der Evolution erreicht. Wer braucht schon einen Körper? Die Technik, die Maschine, sorgt für alles: Essen, Sauerstoff, Licht oder ein heißes Bad erscheinen auf Knopfdruck. Das Verlassen des eigenen Zimmers: Überflüssig. Nur einer, Kuno, sehnt sich nach Bewegung.

Kurz nach seinem Roman "Zimmer mit Aussicht", dessen Verfilmung drei Oscars gewann, schrieb der englische Erzähler E. M. Forster (1879 - 1970) diese erstaunliche Anti-Utopie. "Die Maschine steht still" erschien Jahrzehnte, bevor es den ersten Computer gab und entwirft eine frühe Vision des Internets.

Evy Schubert arbeitet an der Schnittstelle zwischen Theater, Performance und Videokunst. Sie war an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz engagiert und zeigte eigene Arbeiten am Ballhaus Ost. "Die Maschine steht still" ist ihre erste Inszenierung am THEATER AN DER PARKAUE.

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