Fachtag zu "Mädchen wie die"

für Lehrer*innen und Multiplikator*innenDer F€m1n1$t. zwischen#metoo und hate speech

Seit 100 Jahre haben Frauen das Recht zu wählen. Doch ob bei der Berufswahl oder in Liebesbeziehungen, ob bei der Freizeitgestaltung oder der Familienplanung, ob im Internet, auf der Bühne oder im Klassenzimmer – Geschlecht spielt auch im Jahr 2018 eine Rolle. In Evan Placeys Theaterstück „Mädchen wie die“ treffen starke Frauen der Vergangenheit auf digitalen Zickenkrieg von heute. Seit mitten im Geschichtsunterricht ein Nacktbild von Scarlett geteilt wird, ist Scarlett die Schlampe. Die Hackordnung in der Mädchenschule St. Helen ist klar: Scarlett bekommt den Hass ihrer Mitschülerinnen zu spüren. Russel, von dem ebenfalls ein Nacktbild rumgeht, wird als Playboy gefeiert. Die Vielstimmigkeit in Evan Placeys Theaterstück ähnelt Debatten in sozialen Medien, oft ist nicht klar, wer hier spricht. Ob #metoo oder #aufschrei, ob Cybermobbing oder Hate Speech, Geschlechterrollen werden in der digitalen Welt neu verhandelt. Wie schreiben sich hier Normen von Geschlecht und Körper in Gruppen und ihre Dynamiken ein? Beim Fachtag erkunden wir Reproduktionen von Stereotypen und erproben Brüche – praktisch, theoretisch, künstlerisch.

Programm
09:30 Uhr  Begrüßung
10.00 Uhr Inszenierungsbesuch „Mädchen wie die“ mit anschließendem Publikumsgespräch
12.00 Uhr Mittagspause 13.00 Uhr  Impulsvortrag „Frauenbilder 2.0“, mit Francesca Schmidt, Referentin des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie im Bereich feministische Netzpolitik und digitale Gewalt
14.15 Uhr Kaffeepause
14.30 Uhr  Theaterpraktischer Workshop „Gruppendynamik 2.0“, Performance "Mädchen wie wir?" mit Jugendlichen.
16.00 Uhr Ausklang und Ende 


Der Fachtag ist als Fortbildung für Lehrer*innen in Berlin unter der Nr. 18.1-79412 anerkannt. Die Anerkennung in Brandenburg ist beantragt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Information & Anmeldung: besucherservice@parkaue.de

  • Spielort Bühne 2 | Barrierefrei