Anders als gedacht.

Aber Parkaue.
Bei uns ist Einiges geschehen. Der langjährige Intendant Kay Wuschek hat das Haus aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Seit dem  5. September hat Florian Stiehler – bisher geschäftsführender Direktor – die kommissarische Intendanz des THEATER AN DER PARKAUE  übernommen und wird die laufende sowie die nächste Spielzeit gemeinsam mit dem neuen Chefregisseur Thomas Fiedler gestalten. 
»Künstlerisch wollen wir in dieser und in der kommenden Spielzeit das ganze Potenzial der Parkaue noch einmal zeigen, bevor es in den nächsten Sanierungsabschnitt des Theatergebäudes geht. Lust, Neugier und Leidenschaft für das Theater und seine vielfältigen ästhetischen Formen sollen sich auf und hinter der Bühne entfalten können.«
Die ganze Stellungnahme zur kommissarischen Intendanz von Florian Stiehler könnt ihr hier nachlesen.

Wir machen nicht »weiter so«, aber weiter.

Die Parkaue war in den vergangen Monaten Teil einer intensiven Debatte. Ausgelöst durch eine rassistische Diskriminierung im April letzten Jahres an unserem Haus weitete sich die Diskussion schnell auf die Themen Machtmissbrauch, Arbeitsbedingungen und Fragen des Führungsstils aus.

Mit der Übernahme der kommissarischen Intendanz sieht Florian Stiehler noch einmal mehr als in der bisherigen Position die Möglichkeit, sich dafür einzusetzen, dass am THEATER AN DER PARKAUE angstfrei und respektvoll kommuniziert wird, wir für alle Formen von Diskriminierung sensibel sind und Diskriminierungserfahrungen ernst genommen werden.

Gemeinsam mit der Rechtsanwältin Sonja Laaser entwickeln wir eine eigene Anti-Diskriminierungsklausel nach dem Vorbild der Anti-Rassismus-Klausel, die ab dem 1. Januar 2020 juristische Grundlage des Miteinanders am THEATER AN DER PARKAUE werden soll. Darüber hinaus möchten wir Betroffenen von Diskriminierung einen Weg der Auseinandersetzung außerhalb der üblichen Theaterstrukturen aufzeigen, weswegen eine Verantwortliche der Themis Vertrauensstelle diese im kommenden Monat an unserem Haus vorstellt.

Sonja Baltruschat ist im Rahmen des Förderprogramms »360° –Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft« der Kulturstiftung des Bundes seit April 2019 am THEATER AN DER PARKAUE und wird uns die nächsten drei Spielzeiten bis August 2022 begleiten. Durch dieses Programm haben Kulturinstitutionen die Möglichkeit sich in den Bereichen Personal, Publikum und Programm so zu öffnen, dass die Diversität der Stadtgesellschaft besser in den Häusern repräsentiert wird. Seinen Schwerpunkt hat das THEATER AN DER PARKAUE auf Audience Development gelegt und adressiert so besonders ein diverseres Familienpublikum.

Wir stehen nie still.

Änderungen im Programm
Bei personellen Wechseln allein ist es nicht geblieben, auch der Spielplan hat sich an der einen oder anderen Stelle geändert. Das Wichtigste haben wir hier zusammengefasst:

Jugend hackt
ist im Oktober nicht bei uns zu Gast, sondern im Silent Green Kulturquartier im Wedding.

Challenge my fantasy – more II
findet im Januar 2020 nicht statt. Wir planen das Festival für den Herbst 2020. Die genauen Daten werden wir sobald wie möglich online veröffentlichen. 

Maria Stuart
wird unter einer neuen Regie zur Aufführung gebracht werden. 

Crash Boom Click – Der Mond kann trommeln
ist nicht mehr im Programm. Stattdessen zeigen wir unsere beliebtesten Inszenierungen für die Kleinsten.

Wir vom Reuterkiez
wird aus künstlerischen Gründen nicht zur Aufführung gebracht werden.

Der Drache 
wurde dafür neu ins Programm aufgenommen und feiert am 24. Oktober Premiere. Das Produktionsteam um Regisseurin Hanna Müller bleibt bestehen. 
Bei allen Neuerungen bleibt eines unverändert: Wir freuen uns auf euch und wünschen euch eine wunderbare Zeit bei eurem nächsten Parkaue-Besuch!