ab 14 Jahren

Berlin-Friedrichstraße 20.53 Uhr

in einer Fassung von Marcus Lobbes
Dauer: 52 Minuten
Premiere: 04. November 2014
Weißt du nicht ein Loch in der Mauer? Berlin-Friedrichstraße, 20.53 Uhr heißt die Verabredung im Jahr 1962. Neun Schüler der Max-Planck-Oberschule in Ost-Berlin schaffen mit einem Schwung über das Brückengeländer am S-Bahnhof Friedrichstraße den Sprung in den Paris-Moskau-Express und somit nach West-Berlin. Einer nach dem anderen fehlen sie am nächsten Tag in der Klasse im Ostteil der Stadt. Unruhe bricht unter Schülern wie Lehrern aus: Konnten sie flüchten? Wie? Wo war ihr Schlupfloch? Der Zehnte stürzt von der Brücke und landet für zehn Jahre im Gefängnis. Von nun an ist dieser Fluchtweg aus dem Osten in den Westen verbrannt.

Der Regisseur Marcus Lobbes, 1966 in Köln geboren, wirft mit "Berlin-Friedrichstraße 20.53 Uhr" einen außergewöhnlichen Blick auf diese Fluchtgeschichte. Die jungen Männer waren keine Opfer des DDR-Systems, sondern lebenshungrige Abenteurer auf dem Weg in eine neue, ungewisse Welt. Mit 16 Jahren haben sie alles riskiert, angetrieben von der Sehnsucht nach Veränderung ihres Lebens. 25 Jahre nach dem Fall der Mauer spürt die Inszenierung den Fakten deutscher Geschichte ebenso nach wie den authentischen Geschichten dieser jungen Menschen. Marcus Lobbes arbeitet seit 1995 als Regisseur und Ausstatter im Musik- und Sprechtheater mit über 60 Produktionen in über 20 Städten. Am THEATER AN DER PARKAUE inszeniert er zum ersten Mal.

Mauerfall2014 ist Partner dieser Inszenierung.
Spielort: Bühne 1 | Dauer: 52 Minuten
Regie: Marcus Lobbes | Dramaturgie: Katrin Hentschel | Kostüm: Mona Ulrich | Video: Michael Deeg | mit: Birgit Berthold, Konstantin Bez, Jakob Kraze, Johannes Hendrik Langer, Hagen Löwe, Denis Pöpping, Franziska Ritter