ab 16 Jahren

Corpus Delicti

von Juli Zeh
Premiere: 07. Februar 2017
Wer wird denn die Augen vor der Zukunft verschließen wollen? Das Theater an der Parkaue ganz sicher nicht. Im Februar feiert das Junge Staatstheater mit „Corpus Delicti“ von der preisgekrönten Autorin Juli Zeh eine Premiere, die über den Tellerrand des Hier und Jetzt hinausschaut. Juli Zehs Szenario für eine nahe Zukunft ist bedrückend zeitgeistig: In „Corpus Delicti“ sind Schmerzen, Ängste und Ungewissheiten ausgerottet, Krankheiten und Keime gehören der Vergangenheit an. Eine saubere Welt mit frohen und gesunden Menschen, wenn sie die Regeln und Verabredungen befolgen: tägliche Pulsmessung, Berichterstattungen über die Zusammensetzung des Frühstücks, ausreichend Schlaf und Bewegung, niemals Drogen. Und die Kehrseite dieser Besorgnis des Systems gegenüber seinen Bewohnern? Wer nicht mitmacht, keine Daten liefert und sie nicht von der Methode aufzeichnen, auswerten und speichern lässt, wird zum Methodenfeind und muss bekämpft werden.

Die Koproduktion vom Theater an der Parkaue und der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin vereint zum ersten Mal mehrere Studiengänge in einer Inszenierung: Studierende des Schauspiels, des Puppenspiels und der Regie treffen aufeinander, um Juli Zehs große Gesellschaftsstudie über die Zukunft der Überwachung auf die Praterbühne zu bringen.

Marie Schleef studierte von 2009 - 2013 Theater und Performance in Now York. Seit 2014 ist sie Regiestudentin an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Das THEATER AN DER PARKAUE kooperiert erstmals mit Studierenden aus Regie, Schauspiel und Puppenspiel der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch".

Buchbox ist Partner dieser Inszenierung.
Spielort:
Regie: Marie Schleef | Ausstattung: Jule Saworski | Musik: monocollettivo | Dramaturgie: Karola Marsch | Künstlerische Beratung: Sonja Laaser | Theaterpädagogik: Sarah Kramer | mit: Katharina Halus, Maike Knirsch, Johanna Kolberg, Mascha Schneider, Lukas Sperber / Jonas Dassler, Vincent Redetzki, Alexander Vaassen, Tanja Wehling