ab 11 Jahren

Das Gespenst von Canterville

nach einer Erzählung von Oscar Wilde
Premiere: 18. Februar 2011
Unruhige Zeiten kommen auf Sir Simon de Canterville zu, als sein altehrwürdiges, englisches Schloss vom amerikanischen Gesandten und seiner Familie bezogen wird. Denn mit ihnen ziehen amerikanischer Pragmatismus und neuzeitliche Abgeklärtheit gegenüber allem Übersinnlichen ein. Die Autorität des alten Gespenstes von Canterville steht auf dem Spiel. Sein nächtliches Spuken nach jahrhundertealter Tradition bleibt ohne Wirkung. Kein Blutfleck, kein Kettenrasseln, kein Stöhnen durch Schlüssellöcher, keine noch so schaurige Melodie beeindrucken diese Amerikaner. Alles haben sie mit Schnellreiniger, flotten Sprüchen und ihrer Kreditkarte im Griff. Einzig Virginia, die fünfzehnjährige Tochter, spricht dieselbe Sprache wie das Gespenst und geht dem Grund seiner Verzweiflung nach. Als sie entdeckt, dass sie das Gespenst von seinem Fluch erlösen kann, zögert sie keine Sekunde. Die Familie ist in heller Aufregung von Virginias Verschwinden. Auf einmal ist keine schnelle Lösung und Aufklärung zur Hand. Ungewiss müssen sie ausharren, ob Virginia zurückkehren wird. 

Oscar Wilde (1854 – 1900) galt im viktorianischen England gleichermaßen als Erfolgs- wie als Skandalautor. DAS GESPENST VON CANTERVILLE von 1887 ist sein erstes erzählerisches Werk. Seine Kunstmärchen, der Roman DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY und sein Stück SALOME sind in die Weltliteratur eingegangen. 
Spielort: Bühne 1
Regie: Milan Peschel | Dramaturgie / Theaterpädagogik: Karola Marsch | Bühne + Kostüm: Moritz Müller | mit: Katrin Heinrich, Niels Heuser, Stefan Kowalski, Franziska Krol, Hagen Löwe, Denis Pöpping, Iringó Réti, Franziska Ritter