ab 15 Jahren

Nathan der Weise (2009)

Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen
von Gotthold Ephraim Lessing
Dauer: ca. 170 Minuten
Premiere: 05. März 2009
Erst brennt Nathans Haus, dann will der christliche Tempelherr Pflegetochter Recha heiraten und der muslimische Sultan sich sein Vermögen erschleichen: In diese Situation gerät Nathan, ein Geschäftsmann aus Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Sowohl der Tempelherr als auch der Sultan fühlen sich dem Juden Nathan gegenüber im Recht – weil er Jude ist. Jahrhunderte alte Vorurteile und tiefer Argwohn bestimmen das Verhältnis zwischen den Religionen in der Heiligen Stadt. Dabei streckt Nathan wieder und wieder die Hand aus, weigert sich, den Streit der Religionen mitzustreiten, und stellt all diejenigen in Frage, die von "ihrem" Gott reden. Nathan kämpft für die Vernunft mit den Mitteln der Vernunft: dem Wort, das überzeugt.

Lessings NATHAN DER WEISE zählt zu den bedeutendsten Texten der dramatischen Literatur und bildet den Höhepunkt der deutschen Aufklärung. Der darin formulierte Toleranzgedanke findet seinen stärksten Ausdruck in Nathans Ringparabel, die an Aktualität nicht zu überbieten ist.
Spielort: Bühne 1 | Dauer: ca. 170 Minuten
Regie: Esther Hattenbach | Theaterpädagogik: Sascha Willenbacher | Bühne + Kostüm: Geelke Gaycken | mit: Mathias Biele, Lutz Dechant, Markus Eberl, Stefan Faupel, Katrin Heinrich, Niels Heuser, Kirsten Hildisch, Franziska Ritter, Hans-Henning Stober