fauXpas

Die Gruppe fauXpas wurde im Jahr 2020 von Jan Kress, Wille Felix Zante und Sophia Barthelmes gegründet. Sie sind Schauspieler*innen, Dramaturg*innen, Regisseur*innen und Performer*innen und erarbeiten Theater- und Performanceprojekte mit visuellem Schwerpunkt, vom Unsichtbaren ins Sichtbare. Dabei erforscht fauXpas Ästhetiken von Gebärdensprachen, interkulturelle Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden und den Einsatz von Mitteln zur sog. Barrierefreiheit als ästhetische Bühnenmittel.

fauXpas ist eine Gruppe aus hörenden und gehörlosen Künstler*innen, deren Mitglieder in verschiedenen Kombinationen, Gruppen und Netzwerken zusammenarbeiten. 2019/20 z.B. im Rechercheprojekt »Der Körper – Wille, Vorstellung, Irrtum« zusammen mit der Hamburger Künstlerin Silke Rudolph und aktuell im Rahmen des Community Programms des THEATER AN DER PARKAUE Berlin mit Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren an »Flash den Mob«, wobei gehörlose und hörende Jugendliche ihre Anliegen im öffentlichen Raum performativ sichtbar machen.

Die Gruppe fauXpas sind:

Jan Kress, *1980 in Offenbach, ist Schauspieler, Tänzer und Performer. Bekanntheitsgrad erlangte er 2014 durch das Stück »bodieSLANGuage« von »The Progressiv Wave«. Beim Theaterfestival »Clin d´oeil« in Reims / Frankreich, wurde er 2015 mit dem Preis »Bester internationaler Schauspieler» für den Kurzfilm »Jenseits von Worten« von Oscar Lauterbach ausgezeichnet. Am Deutschen Gehörlosentheater spielt er 2016/18 in »Diener zweier Herren« und 2019 in »Die Hauptsache«. 2019 zeigt er zusammen mit Rita Mazza, Steve Stymest und Athina Lange »VIER. Ein visuelles Musical in Gebärdensprache« an den Sophiensælen Berlin, in 2020 und 2021 ist er dort Artist in Residence. Jan Kress arbeitet bei FELD – Theater für junges Publikum. Seit 2008 lebt er in Berlin.

Wille Felix Zante, *1984, aufgewachsen in Berlin-Spandau. Während des Studiums der Gebärdensprachen und Amerikanistik an der Universität Hamburg intensive Auseinandersetzungen mit Theater, insbesondere mit Heiner Müller. Er veröffentlicht diverse Artikel über aktuelle Gehörlosenkultur und Gebärdensprachperformance in »DAS ZEICHEN - Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser«. Seit 2013 ist er Dramaturg, Schauspieler und Berater in der Zusammenarbeit mit Possible World e.V. / Plattform für inklusive Theater- und Medienprojekte. 2014 »Die taube Zeitmaschine«, eine dokumentarische Aufarbeitung der Geschichte der Unterdrückung Gehörloser, 2016 »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare, beide am Ballhaus Ost, Berlin, zahlreiche Gastspiele. Wille Felix Zante arbeitet als Journalist, speziell zu den Themen Behinderung und Technik, für verschiedene Medien und als Referent für Aufklärungsworkshops zum Thema Gehörlosigkeit und Gebärdensprache sowie zur Erstellung angemessener Untertitel für Hörbehinderte.

Sophia Barthelmes, *1989, lebt und arbeitet als Autorin, Regisseurin und Performerin in Berlin und Hamburg, verdient Geld als Wirtin, Seefahrerin und Bühnentechnikerin. Studium der Kultur- und Literaturwissenschaften an der FernUni Hagen sowie Regie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Inszenierungen u.a. auf Kampnagel Hamburg, an den Theatern Osnabrück, Bremerhaven, Bamberg. 2017 Einladung zum Festival »spieltriebe«, 2019 mit einer Lecture Performance zu »burning issues meets theatertreffen« zusammen mit Saskia Kaufmann beim Berliner Theatertreffen. 2020-22 Teilnehmerin des Lehrgangs für szenisches Schreiben von uniT »FORUM Text« in Graz.