Hermann Heisig

Hermann Heisig wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er sich für zeitgenössischen Tanz zu interessieren begann und zahlreiche autodidaktisch entstandene Soloperformances in Galerien und Clubs aufführte. Nach seiner Ausbildung in Berlin und Montpellier arbeitete er u.a. als Tänzer und Performer für Martine Pisani, Meg Stuart/Damaged Goods, Pieter Ampe, Thomas Lehmen, Begum Erciyas, Julian Weber und Corinna Harfouch.
Innerhalb seiner Choreografien entwickelt Hermann Heisig ein eigenwilliges Bewegungsvokabular, das sich Effizienz widersetzt und aus Elementen des Kontrollverlusts, sowie freiwilliger und unfreiwilliger Komik Funken schlägt. Im Zentrum stehen dabei Reibungseffekte, die Körper in sich, miteinander und im Kontakt zu ihrer Umwelt produzieren.
Zwischen 2008 und 2011 entstanden u.a. »Pongo Land« (2008, in Zusammenarbeit mit Nuno Lucas), »Themselves already hop!« (Spielart München 2009) und »united states« (2011, gemeinsam mit Elpida Orfanidou). Im Mai 2012 kreierte Hermann zusammen mit Nuno Lucas, Pieter Ampe und Gui Carrido das Quartett »a coming community«, welches beim Brüsseler Kunstenfestivaldesarts uraufgeführt wurde. Seit 2013 zeigt er regelmäßig seine Arbeiten in den Berliner Sophiensælen, so z.B. Slap/Stick (2013), Wir/Nosotros/Vi (2013) gemeinsam mit Marina Quesada und Anne Zacho Søgaard, STRTCH (2014), Next to Near (2017) in Zusammenarbeit mit May Zarhy/Mamaza. 2018 entwickelte Hermann Heisig an der Residenz des Schauspiel Leipzig »slave to the rhythm« , eine freie Interpretation rhythmisch-musikalischer Gymnastik nach Emile Jaques-Dalcroze. 2019 entstand daraus die Solo-Choreografie »singing machine«.

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