THEATER AN DER PARKAUE

Junges Staatstheater Berlin

Das THEATER AN DER PARKAUE - Junges Staatstheater Berlin bietet seit seiner Eröffnung 1950 Kindern und Jugendlichen, Schulen, Familien und Besucher*innen jeden Alters auf drei Bühnen und in seiner kunstvermittelnden Arbeit Raum für Erstbegegnung sowie immer wieder neue Berührungspunkte mit Theater in seinen vielfältigen Formen. Von assoziativen Performances bis zu detailgenauen Inszenierungen, von Klassikern bis zur zeitgenössischen Dramatik, vom Labor bis zum Gesellschaftsspiel – die Parkaue ermöglicht als Ort des gemeinsamen Erkundens und Experimentierens unterschiedliche Blickwinkel und lädt dazu ein, die Vielfalt von Ästhetik und Vermittlung sowie Kunst als eigene Erfahrungswelt zu entdecken.
Mit seinen Inszenierungen, Kunstvermittlungsprojekten und Festivals gilt es als feste Größe in der nationalen wie internationalen Kinder-und Jugendtheaterszene.

Geschichte

Stadtbaurat Johannes Uhlig und Architekt Wilhelm Grieme bedienten sich in der Renaissance, als sie den Auftrag für den Bau einer höheren Knabenschule an der Lichtenberger Parkaue bekamen. Bis 1910/11 entstand ein viergeschossiger Putzbau mit Rektorenwohnung und kleinem Wandbrunnen. Im Zuge der nationalsozialistischen Maßnahmen zur Instrumentalisierung von Bildung und Erziehung wurde die Schule am 27. Januar 1934 in »Joseph-Goebbels-Schule« umbenannt. Nach Plänen von Waldemar Alder und Waldemar Heinrichs entstand ab 1948 das »Haus der Kultur der Sowjetunion, Filiale für Kinder«, später »Haus der jungen Pioniere«, ein Zentrum, in dem Kindern und Jugendlichen neue Kulturinhalte vermittelt und Freizeitmöglichkeiten angeboten werden sollten. Darin integriert das »Theater der Freundschaft«.

Die Eröffnungsinszenierung »Du bist der Richtige« in der Regie des ersten Intendanten Hans Rodenberg fand allerdings im »Theater des Hauses der Sowjetischen Kultur« (ab 1952 »Maxim-Gorki-Theater«) statt. Erst mit der 90. Aufführung wurde am 16. November 1950 das »Theater der Freundschaft« eingeweiht. Ilse Weintraut-Rodenberg übernahm 1959 für fast 15 Jahre die Intendanz des ersten reinen Kinder- und Jugendtheaters unter den Berliner Bühnen. Es folgten die Intendanten Klaus Urban und Dr. Siegfried Wein.
1991 berief der Berliner Senat Manuel Schöbel an das Haus. Der damals jüngste Intendant Deutschlands begann seine erste Spielzeit mit sieben Premieren in vier Tagen und die zweite mit einem neuen Namen für das Haus: »carrousel Theater an der Parkaue«. Unter der Leitung von Intendant Kay Wuschek (bis 2019), Oberspielleiter Sascha Bunge (bis 2015) und der Chefdramaturgin Karola Marsch ist der Standort PARKAUE seit 2005 zum Zentrum künstlerischer Vielfalt für Kinder und Jugendliche geworden und trägt seitdem den Namen THEATER AN DER PARKAUE Junges Staatstheater Berlin. Zum Programm des Theaters gehören neben Inszenierungen von klassischen und zeitgenössischen Theaterstücken auf drei Bühnen auch großformatige Projekte der Kunstvermittlung mit Kindern und Jugendlichen wie die Future.Labs und Winterakademien sowie Stückentwicklungen zu gesellschaftlich relevanten Themen. 

Zwischen 2014 und 2023 wird das Haus komplett saniert. Ursprünglich als eine zusammenhängende Baumaßnahme geplant, wird das Haus zwischen 2014 und 2017, sowie zwischen 2020 und 2023 nun in zwei aufwendigen Bauabschnitten modernisiert.