Katrin Bettina Müller, Florian Stiehler, Nadja Wieser, Torsten Wöhlert, Inga Dreyer, Jakob Bauer, Katja Hensel_Foto Christian Brachwitz

Brüder-Grimm-Preis 2019

Preis des Landes Berlin
zur Förderung des Kinder- und Jugendtheaters
Im Auftrag des Landes Berlin lobt das THEATER AN DER PARKAUE alle zwei Jahre den mit 10.000 € dotierten Brüder-Grimm-Preis zur Förderung des Kinder- und Jugendtheaters aus.

Nun stehen die Gewinner – oder besser: Gewinnerinnen – für 2019 fest. Am 16. November wird der Preis an gleich zwei Autorinnen überreicht: Katja Hensels Jugendstück »Youtopia« erhält den Hauptpreis des Kultursenats des Landes Berlins. Nadja Wieser wird mit einem Sonderpreis für ihre beiden eingereichten Stücke »Honig« und »Die Gesammelten« ausgezeichnet.

Die Jury, bestehend aus Reporter und Musikkritiker Jakob Bauer, Kulturjournalistin Inga Dreyer und der stellvertretenden taz-Kulturressortleiterin Katrin Bettina Müller, hat sich einvernehmlich dazu entschieden, den Preis zu teilen und an zwei Autorinnen und ihre Stücke zu verleihen.

»Youtopia« »spricht auf kluge, humorvolle, tiefsinnige und originelle Weise über Jugend, Protest und soziale Bewegungen«, urteilt die Jury. Katja Hensel verhandelt in diesem Jugendstück große Themen unserer Zeit, indem sie anlässlich einer in den sozialen Medien verbreiteten Challenge eine Gruppe Jugendlicher in einem Möbelhaus aufeinandertreffen lässt. Mit »einem Witz und einer Leichtigkeit, die niemals aufgesetzt, pädagogisch oder gewollt wirken« hat dieser Text die Jury überzeugt.

Als »schwebend, verzaubert, märchenhaft – aber felsenfest in der Realität verankert« beschreibt die Jury die von Nadja Wiesers erschaffenen Welten ihrer eingereichten Stücke »Honig« und »Die Gesammelten«. Während »Die Gesammelten« anhand des Aufeinandertreffens von Flaschensammlern und einem privilegierten Mädchen den Wert unterschiedlicher Lebensentwürfe thematisiert, lässt uns »Honig« daran teilhaben wie die beiden Kinder Tarja und Tasch – getrieben von ihrer Neugier und Faszination für die fremden Soldaten – dem Krieg in ihrer Heimat gefährlich nah kommen.
Jetzt ist Zeit zum Feiern: Die Preisverleihung findet am 16. November um 15.00 Uhr im THEATER AN DER PARKAUE mit Gästen aus der Berliner Kultur- und Theaterszene statt. Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf das Anstoßen auf die Preisträgerinnen.
Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin 2019

Shortlist

»Ankommen ist WLAN«
von Theresa Henning und Ellen Uhrhan in der Inszenierung vom Grips Theater

»Auf dem Dorf«
von Hannah-Sophie Schäfer

»Dschabber«
von Marcus Youssef in der Inszenierung vom Grips Theater

»Irgendwo rechts von Kabul«
von Kerstin Meixner

»Lauwarm«
von Sergej Gößner in der Inszenierung des Jungen Schauspielhaus Hamburg

»Paula«
von Clemens Mädge

»Rishi«
von Kees Roorda

»VON MIR WEISS NIEMAND NICHTS«
von Heike Falkenberg

»Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu finden«
von Esther Becker