Gary Hurst

Gary Hurst, 1964 in Südafrika geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Marseille.

Ausgebildet in Bildender Kunst (Newcastle-upon-Tyne Polytechnic, Großbritannien; Piet Zwart Institute, Rotterdam, NL), arbeitet er mit einer Vielzahl von Medien: Zeichnungen, Installationen, Videos, Performance, Bühnenbilder für Tanz und Theater. Sein Projekt »CAtArINa's Dictionary«, eine Zusammenarbeit mit der Anthropologischen Fakultät der Princeton University, wurde zuletzt in Marseille und dem Princeton Museum of Art ausgestellt.

Hursts künstlerische Praxis konzentriert sich seit langem auf Video, oft in Zusammenarbeit mit Musikern, Architekten, Theatern und Choreografen. Intime Strukturen mit Gesichtern, Mustern, Collagen, insularen, assoziativen Bildern, die oft aus seiner eigenen Biographie, alltäglichen und lebenslangen Vergänglichkeiten schöpfen, sowie seine Interessen an Zwischenraum, Zeit, Ort, Karten, Worten und Klang beleuchten. Seine Arbeiten sind verankert in einem Vokabular, das Bilder und Wörter enthält, die die Qualität von Zeit, Ort und dem Fluss von Ideen, Assoziationen, Träumen und den Brüchen in den Beziehungen zu Menschen und Orten übersetzen.

Viele dieser Werke untersuchen Aspekte historischer Ereignisse, sowohl persönlicher als auch kollektiver Art, mit Schwerpunkt auf Migration und sozialen Beziehungen, ohne jemals klar die Grenze zwischen Fiktion und Non-Fiktion zu ziehen. Hurst befreit systemische Darstellung von ihrer Bedeutung und dekonstruiere narrative Strukturen, in dem Wissen, dass die verbleibenden Spuren Bestand haben werden - geladen mit Konnotation. Dieser Ansatz ermöglicht mehrere Perspektiven und widersteht damit jeder einzelnen Lesart.