10 – 14 Jahre | 4. – 8. Klasse

Krabat

von Otfried Preußler (1971)
Premiere: 22. April 2020
Von einer Stimme im Traum gerufen, findet der elternlose Landstreicherjunge Krabat den Weg zur alten Mühle im Koselbruch. Die Tür steht offen. Drinnen angekommen, wird er schon vom Meister erwartet. Die Arbeit ist hart, aber das Essen gut, und Krabat fühlt sich bei den anderen Müllergesellen wohl. Er bleibt zur Lehre, aber stellt fest: In dieser Mühle geht es nicht mit rechten Dingen zu. Hier wird nicht nur tagsüber gearbeitet, sondern auch in Neumondnächten und regelmäßig verschwindet einer von ihnen. Außerdem verwandeln sich an jedem Freitag alle in Raben. Dann ist Zeit für die Kunst der Künste, die schwarze Magie! Von nun an geht Krabat die Arbeit leicht von der Hand. Je mehr er lernt, desto faszinierter ist er von der düsteren Kraft. Gleichzeitig drängt es ihn herauszufinden, welches Geheimnis hinter dem Verschwinden liegt. Wem kann er trauen? Krabats Sehnsucht nach dem Leben außerhalb der Mühle wird immer stärker. Das macht ihn zum größten Rivalen des Meisters.

Preußlers Geschichte basiert auf der sorbischen Volkssage über den Hexenmeister Krabat aus der Oberlausitz. Auf phantastische Weise erzählt er von der Verführbarkeit durch Macht. In der Auseinandersetzung zwischen Krabat und seinem Meister steht im Kern die Frage: Wie mit der erlangten Macht umgehen?
Spielort: Bühne 1
Dramaturgie: Sarah Wiederhold