ab 15 Jahren

Amoklauf mein Kinderspiel

von Thomas Freyer
Dauer: ca. 70 Minuten
Uraufführung: 20. September 2006
Eine Koproduktion mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar
Das Wort ‚amok' stammt aus der malaiischen Sprache und bedeutet Wut oder wütend sein sowie in blinder Wut angreifen. Wer Amok läuft ist unzurechenbar, keiner ist vor ihm sicher. In dieser Sekunde, wo er – der Amokläufer – die Waffe in der Hand hält, ist er übermächtig. Er hasst die Welt außerhalb seiner selbst und meist sich mit. Dieser Hass kann Gründe haben, auch wenn sie uns meist verborgen bleiben. Bis zuletzt. Wenn Mitschüler und Lehrer tot in den Korridoren ihrer Schule liegen.

»Amoklauf mein Kinderspiel« erzählt von drei Jugendlichen aus der ersten Nachwende-Generation. Einer Generation, welche die gesellschaftlichen Veränderungen oft nicht als Chance sondern als Gefahr kennen lernt. In nüchterner Sprache und dichten Bildern erzählt das Stück vom Anschwellen der Wut. Der Wut auf die Enge und Stumpfsinnigkeit in der Familie, auf die Alternativlosigkeit im eigenen Leben. Es erzählt von der Suche nach Identität und so etwas wie Heimat. 

»Amoklauf mein Kinderspiel« lässt die Realität der Jugendlichen und ihre Gewaltphantasien zu einer eigenen Wirklichkeit verschwimmen. In ihr ist alles möglich. Bis zur letzten Patrone.
Die Inszenierung war zum 9. Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen "Augenblick mal!" (2. - 7. Mai in Berlin) eingeladen. Die Inszenierung war für den IKARUS 2007 nominiert, die Auszeichnung für herausragende Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche in Berlin. Sie wird einmal jährlich vom JugendKulturService vergeben.
Spielort: Bühne 3 | Dauer: ca. 70 Minuten
Regie: Tilmann Köhler | Theaterpädagogik: Anne Paffenholz | Bühne + Kostüm: Gilvan Coêlho de Oliveira | mit: Thomas Braungardt, Cornelia Rosenkranz, Elisabeth Heckel