ab 16 Jahren

Boys Don't Cry

Die Geschichte des Brandon Teena
Fassung von Esther Hattenbach
Dauer: ca. 130 min ohne Pause
Premiere: 27. Februar 2008
Nebraska, USA, 1993. Brandon Teena, 20 Jahre alt, gut aussehend und voller Energie, kommt aus Nebraskas Hauptstadt Lincoln in das Provinznest Falls City. Er schließt sich einer Gruppe von Freunden an und lebt ein Leben nach seinem Geschmack mit Partys, Kumpels und Mädchen – und mit Lana, seiner großen Liebe. Mit ihr will er raus aus allem. Heiraten, ein gemeinsames Leben führen. Der Traum endet nach wenigen Wochen: Brandon wird von zwei Männern aus seiner Clique vergewaltigt und hingerichtet. Sie hatten entdeckt, was er bisher verborgen hatte – seinen weiblichen Körper. Schätzungsweise ein Mensch von 10 000 ist transsexuell: geboren im falschen Körper. 7587 Menschen wurden 1993 in den USA Opfer so genannter "hate crimes", einer davon war der transsexuelle Mann Brandon Teena, der nach seinem Tod zu einer unfreiwilligen Ikone der Transgender-Bewegung wurde.

Seine Geschichte war u.a. Vorlage für einen Roman, einen Dokumentarfilm und den Spielfilm »Boys don’t cry« (1999) von Kimberly Peirce mit Hilary Swank in der oscarprämierten Hauptrolle. Für das THEATER AN DER PARKAUE schuf Regisseurin Esther Hattenbach (»Kohlhaas«, und »So jung, so blond, so durch den Wind«) eine eigene Fassung des Stoffes. Die Inszenierung erzählt von einem jungen Menschen, der die Erfahrung macht, im falschen Körper geboren zu sein und von einer provinziellen Gesellschaft, die von Gewalt, Alkoholismus und Perspektivlosigkeit geprägt ist und jedes Abweichen von ihren ungeschriebenen Gesetzen gnadenlos bestraft. Und von einer großen Liebe, einer ungezügelten Lebenslust und dem unbedingten Willen, das zu leben, was man wirklich ist.
Spielort: Bühne 2 | Dauer: ca. 130 min ohne Pause
Regie: Esther Hattenbach | Bühne + Kostüme: Regina Lorenz | Fassung: Esther Hattenbach | Theaterpädagogik: Kristina Stang | mit: Birgit Berthold, Katrin Heinrich, Niels Heuser, Sonja Jehle, Hagen Löwe, Anja Pahl