Das Wildpferd unterm Kachelofen

von Christoph Hein
Bühnenfassung von Odette Bereska und Eberhard Köhler
Uraufführung: 19. März 2005
Jakob Borg hat eine Wunderwelt um sich aufgebaut, die von sonderbaren Wesen bewohnt wird. Von Schnauz, dem sprechenden Esel und von Panadel, dem Clochard, der die tollsten Schnurren erzählt. Vom Falschen Prinzen, der zum Verlieben schön ist und von Katinka, dem feinen Mädchen, das die Bande zusammenhält. Dieses eigensinnige, dickköpfige, bunte Völkchen wartet jeden Tag auf Jakob, wenn er frustriert aus der Schule kommt. Mit ihnen kann er Schätze suchen, ein Wildpferd fangen oder im Gruselzelt übernachten. Hier lacht niemand über ihn, wenn er den Kopfstand nicht kann oder wenn einfach mal ein Erdbeben seine selbst gezeichnete Landkarte unbrauchbar gemacht hat.

In der Bühnenfassung, die nach Christoph Heins Kinderbuch entstand, gibt es niemanden, der Jakobs Geschichten so sehr braucht wie sein Opa. Schließlich ist er selbst ein unglaublicher Geschichtenerfinder. Wer weiß, ob er noch leben würde, wenn Jakob nicht täglich mit neusten Erlebnissen zu ihm ins Krankenhaus käme. Opa und Enkel tauchen ein in die wunderbare Welt, die so weit weg ist von unsinniger Schule, Einsamkeit und Krankheit. Und die auf geheimnisvolle Weise doch von Geschichte zu Geschichte mehr mit Jakobs täglichem Leben zu tun hat.
Spielort: Bühne 1
Regie: Eberhard Köhler | Bühne: Danila Korogodsky | Kostüme: Anja Furthmann | Text: Christoph Hein | Musik: Pierre Oser | mit: Kerstin Daley, Wesselin Draganow Georgiew, Hagen Mathis Freygang, Sibylle Prätsch, Peter Princz, Frank Siebers