ab 10 Jahren

Herr der Fliegen

von Nigel Williams
nach dem Roman von William Golding
aus dem Englischen von Astrid Windorf
Premiere: 5. März 2006
Koproduktion mit der Universität der Künste Berlin, Studiengang Schauspiel
Ein Flugzeug stürzt über einer Insel im Ozean ab. Die einzigen Überlebenden sind eine Gruppe Jungen. Auf sich allein gestellt, ohne Erwachsene, richten sie sich ein. Anfangs genießen sie ihre grenzenlose Freiheit in dieser paradiesischen Welt. Sie bauen eine Hütte, legen Beete an, verabreden Regeln. Eine Regel soll sein: Wer das Muschelhorn in den Händen hält, darf sprechen, meint Ralph. Jack hält nichts vom Ausdiskutieren. Überleben heißt für ihn jagen, kämpfen und wenn es sein muss: Schlachten. Die Wahl eines Sprechers gerät zur Machtfrage zwischen den Prinzipien: Wort oder Krieg. Auf einmal steht sich die einst geschlossene Gruppe in zwei Lagern gegenüber. Überläufer in das Lager der Jäger, die sich mehr und mehr in den Dschungel zurückziehen, werden häufiger. Die Vertreter der Vernunft geraten zunehmend in die Rolle der Gejagten.

William Golding (1911-1993) veröffentlichte 1954 seinen Roman »Herr der Fliegen«, der schnell zu einem weltweiten Erfolg wurde. Im Jahre 1983 wurde ihm der Nobelpreis für sein Lebenswerk überreicht. 1963 wurde sein Roman von Peter Brook verfilmt, 1990 ein weiteres Mal von Harry Hook. Nigel Williams (geb. 1948 in Cheshire) arbeitete als Lehrer und hat zahlreiche Stücke geschrieben. Mit seinem Stück »Klassenfeind« gelang ihm der internationale Durchbruch.
Spielort: Bühne 2
Regie: Carlos Manuel | Bühne + Kostüm: Vinzenz Gertler | Dramaturgie + Theaterpädagogik: Sascha Willenbacher | Kampfchoreographie: Alfred Hartung | mit: Jens Bohnsach, Christoph Beuing, Martin Hohner, Nils Kahnwald, Johannes Karl, Michael Müller, Johannes Mölders, Patrick Rupar, Joachim-Michael Schumacher, Sebastian Straub