ab 16 Jahren

Kohlhaas

nach einer Erzählung von Heinrich von Kleist
Dauer: ca. 100 Minuten ohne Pause
Premiere: 15. Oktober 2006
»An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Rosshändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.«

So beginnt Kleist seine Erzählung über den Mann, der vom braven Bürger zum Mörder wurde. Kohlhaas will eines Tages mit seinen besten Pferden auf die Leipziger Messe ziehen. Er wird von den Leuten des Junkers von Tronka festgehalten, da er keinen Ausweis mit sich führt, und zu Tronkas Burg gebracht. Er muss als Pfand zwei seiner Pferde und den Knecht zurücklassen. Die Pferde werden zu schwerster Feldarbeit missbraucht, der Knecht aus der Burg gejagt. Kohlhaas' Rechtsgefühl ist aufs Empfindlichste gekränkt. Er klagt Wiedergutmachung ein. Doch überall verweigert man ihm sein Recht. Getrieben von Unverständnis und Wut beginnt er seinen Rachefeldzug, der zahlreiche Menschen das Leben kostet: Selbstjustiz für Gerechtigkeit lautet sein Motto.

Kleist schildert einen der bekanntesten Amokläufe der deutschen Geschichte mit akribischer Genauigkeit. Michael Kohlhaas: Ein Terrorist? Ein Widerständler? Oder ein verbohrter Querulant?
Spielort: Bühne 2 | Dauer: ca. 100 Minuten ohne Pause
Regie: Esther Hattenbach | Bühne + Kostüm: Regina Lorenz | Dramaturgie + Theaterpädagogik: Amelie Mallmann | mit: Helmut Geffke, Franziska Ritter, Niels Heuser