ab 15 Jahren

Leben des Galilei

von Bertolt Brecht
Dauer: ca. 150 min
Premiere: 15. Oktober 2005
Die Forschung auf der einen, die Fleischtöpfe auf der anderen Seite: Galileo Galilei will beides!

Wir schreiben das Jahr 1609, der Wissenschaftler Galilei widerlegt durch seine Beobachtungen die weitläufige Meinung, die Sonne würde sich um die Erde drehen. Er bringt damit das Weltbild mehrerer Generationen komplett ins Wanken und stellt provokant die Frage nach dem Beginn der Welt und damit der Existenz Gottes. Die Kirche hingegen beharrt auf ihrem Standpunkt, dass die Erde der Mittelpunkt der Welt ist und bleiben muss und wird zur lebensbedrohlichen Gefahr für Galilei: Seine Werke werden von der Inquisition auf den Index gesetzt. Selbst als er später unter dem wissenschaftlich gebildeten Kardinal Barberini seine Forschungen wieder aufnimmt, bleibt ihm die Anerkennung verwehrt, mehr noch: Galilei droht die Folter, falls er seine Erkenntnisse nicht widerruft. Die Angst zwingt ihn zu einer folgenschweren Entscheidung.

Brecht zeichnet Galilei als widersprüchlichen Charakter, als großen Denker, Genussmenschen und Egoisten, der über seinen Büchern vergisst, dass er eine Tochter hat, deren Wünsche den Kampf gegen die Formeln nur verlieren können.
Spielort: Bühne 1 | Dauer: ca. 150 min
Regie: Hartmut Wickert | Bühne + Kostüm: Elissa Bier | Theaterpädagogik: Amelie Mallmann | mit: Niels Heuser, Fabian Ranglack, Robert Seefeld, Manfred Struck, Franziska Ritter, Karin Reif, Denis Pöpping, Peter Priegann, Corinna Mühle, Helmut Geffke, Lutz Dechant, Ralf Schlösser