ab 8 Jahren

Macht nichts

von Sascha Bunge
nach Michael Ende
Dauer: ca. 50 Minuten
Uraufführung: 21. Januar 2006
Ein Mann geht nach der Arbeit in seine Stammkneipe und begegnet einem Kind an seinem Stammplatz. »Ich hoffe, es stört Sie nicht, wenn ich mich neben Sie setze.« Das Kind bleibt sitzen, trinkt das Bier des Mannes, dessen Schnaps, isst dessen Bratkartoffeln, sagt bei jedem Versuch einer Widerrede höflich »Macht nichts« und rülpst. Der Mann wusste nicht, dass ein Kind höflich sein kann. Er ist verwirrt. Der Mann weiß, dass man Kinder nicht zurückweisen darf, solange sie Kinder sind. Besonders, wenn sie fremd sind und sieben oder acht Jahre alt. Dass man ihnen eher noch einen Gefallen tun sollte. Man soll Kindern gegenüber immer höflich sein. Man muss ihnen ein Bier anbieten. Zur Beruhigung.

Was aber, wenn solche Kinder uns nach Hause begleiten und unsere Türen eintreten? Dort noch ein drittes und viertes Bier trinken? Wenn es ihnen also überaus schmeckt? Wenn sie Zeitungen lesen und unsere Wohnungen als Abenteuerspielplatz begreifen, wenn sie unser Aquarium zerlegen, die Fische zerhacken und später »Um Himmels Willen« rufen, wenn wir sie daran hindern, das Wasser mit unseren Gardinen, Hemden und Hosen einzusammeln? Das fragt sich der Mann.
Spielort: Bühne 3 | Dauer: ca. 50 Minuten
Regie: Sascha Bunge | Bühne + Kostüm: Angelika Wedde | Theaterpädagogik: Kristina Stang | mit: Manfred Struck, Helmut Geffke