Von Wolfgang für Claire

Ein Musiktheaterstück für Verliebte
nach Kurt Tucholsky
von Manuel Schöbel und Matthias Jann
Uraufführung: 14. Mai 2005
Eine Koproduktion mit der Musikakademie Rheinsberg, Bundes- und Landesakademie
Wo aber findet sich das große Glück einer Liebe? Lässt sich das, was zwei Menschen miteinander verbindet, in Worte fassen? Braucht ein intensives Gefühl die großen Momente oder die kleinen Begebenheiten? Ein junges Paar verlässt Berlin und findet eine Enklave des Glücks: Die Medizinstudentin Claire und ihr Freund Wolfgang entrinnen der Hektik des Großstadtalltags und reisen in die kleinstädtische Idylle Rheinsbergs. Ganz auf sich selbst konzentriert, aber doch mit wachem Blick für ihre Umgebung und Spaß an flüchtigen Begegnungen, verleben sie drei »leuchtende Tage«. Sie necken, zanken, sie amüsieren und sie lieben sich. Wohlwissend, dass Liebe nicht ein Leben lang so unbeschwert sein kann, genießen sie ihre heitere Gemeinsamkeit.

Der erotische, selbstbewusste Umgang miteinander, die Lebensfreude und das unkonventionelle Auftreten des Paares, ihre vergnüglichen Angriffe auf kleinbürgerliches Denken machen die Geschichte von Claire und Wolfgang zu einem Klassiker für Verliebte. In Manuel Schöbels Bearbeitung von Kurt Tucholskys erstem und zugleich unbeschwertestem Buch spiegeln sich Claire und Wolfgang in einem jungen Tänzerpaar von Heute. Suchend und findend, nach-erlebend und neu-erfindend begibt es sich auf die Spuren des historischen Paares und ergänzt die liebenswürdige Ironie und den erotischen Charme von Tucholskys Sprache durch die Ausdrucksmöglichkeiten der Musik und des Tanzes.
Spielort: Bühne 1
Regie: Klaus-Peter Fischer | Text: Matthias Jahn, Manuel Schöbel