Woyzeck

von Georg Büchner
Premiere: 28. November 1998
Koproduktion mit der Hochschule für Schauspiel »Ernst Busch«
Der erst 23-jährige Georg Büchner dramatisierte im letzten halben Jahr seines kurzen Lebens einen Aufsehen erregenden Kriminalfall seiner Zeit, der mit einer öffentlichen Hinrichtung 1824 auf dem Leipziger Markplatz seinen Abschluss fand: den Mord des entlassenen Soldaten und Gelegenheitsarbeiters Johann Christian Woyzeck an seiner Geliebten Johanna Woost. Büchners knappe realistische Szenen suchen nach Motiven für diese Tat: Woyzecks Alltag, streng geteilt in Arbeit für nur wenig Lohn, lässt keine Zeit für Liebe und das Leben. Um das Überleben geht es für ihn, die Frau, das Kind.

Marie mag Woyzeck, der sehr verlässlich ist in seiner Sorge um sie drei. Doch selten ist er da und immer ganz gehetzt. Die junge Frau, so hungrig nach dem Leben und der Liebe, hütet das Kind und träumt. Da muss doch noch was anderes sein als dumpfes Dasein ohne Freude, ohne Lust. Viel Demütigung hat Woyzeck ertragen, aber Untreue ist unerträglich. »Ich hab sonst nichts auf der Welt« - sagt er und tötet Marie. 
Spielort: Bühne 1
Regie: Manuel Schöbel | Bühne + Kostüm: Frank Prielipp | Dietrich Petzold: Musik | Text: Georg Büchner | mit: Arnim Beutel, Rainer Büttner, Helmut Geffke, Petra Kelling, Volker Kellner, Dieter Korthals, Vera Kreyer, Michael Mienert, Dietrich Petzold, Chiaretta Schörnig, Johanna-Julia Spitzer, Manfred Struck