ab 15 Jahren | 9. – 13. Klasse

Rohe Herzen

von Laura Desprein (2015)
aus dem Französischen von Almut Pape
Deutschsprachige Erstaufführung
Dauer: 85 Minuten 
Premiere: 14. Februar 2019
Ein verlassener Ort. Wer sich hier hin traut, hat was auf dem Herzen. Hier öffnen sich die Gefühlswelten junger Menschen. Und zwar ganz weit, so weit, dass es schmerzt, dass es zart und dreckig wird.

Sie sind zu fünft. Zwei Freundinnen, zwei Freunde und Mathilde, die alle Jungs aus der Klasse scharf finden. Alle werden sie uns einen Blick in ihr Innerstes gewähren: Jeanne wird ihre Lügen offenbaren, Mathilde an ihrer Schönheit zerbrechen, Romains harte Schale wird aufplatzen, Baptiste wird an sich und seiner Gefühlslosigkeit zweifeln und Charlotte an ihrer Niedlichkeit. Zusammen tanzen sie den grausamen Tanz des Erwachsenwerdens, stoßen sich an sich, an den Ansprüchen der Anderen, an der Welt, an der Leere, die sich breit macht.

Laura Desprein ist Autorin, Schauspielerin und Regisseurin. Das Stück »Rohe Herzen« entstand in einer Stückentwicklung zum Thema der ersten Liebe. Es inspirierte den Pariser Regisseur Arnaud Khayadjanian zu dem Kurzfilm »Kalte Herzen«, der 2018 von arte produziert wurde.
Spielort: Bühne 3 | Dauer: 85 Minuten 
Regie: Volker Metzler | Bühne + Kostüme: Claudia Charlotte Burchard | Musik: Kalle Krass | Dramaturgie: Almut Pape, Bernadette Binner | Theaterpädagogik: Nils Deventer | mit: Erik Born, Filip Grujic, Hanni Lorenz, Kinga Schmidt, Nina Maria Wyss
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Di, 17.09.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Mi, 18.09.2019 18.00 - 19.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Sa, 28.09.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Mo, 30.09.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Do, 24.10.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Fr, 25.10.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Mo, 18.11.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Mi, 11.12.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Do, 12.12.2019 19.00 - 20.25
Karten
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Fr, 13.12.2019 18.00 - 19.25
Karten
Gefördert durch:
Das Stück wurde für den IKARUS-Theaterpreis 2019 des JugendKulturService nominiert.

Drum & Dran

Presse

Wie sie alle an dem zu tragen haben, von dem sie glauben, dass man es von ihnen erwartet und an dem, was sie selbst von sich erwarten, das legen Volker Metzler und sein starkes Ensemble in manchmal komischer, häufiger noch rauer Tonlage frei. Intime Szenen, musikalische Zwischenspiele und Gruppenszenen greifen dabei perfekt ineinander.
Berlinger Morgenpost
Bemerkenswert an diesem Abend ist, dass er ohne wirklich vorantreibende Handlung auskommt. Wir schauen diesen Menschen einfach nur beim Fühlen zu, und sie sind dabei so albern, erregt, verlegen, verknallt, verunsichert, dass das für die rund anderthalb Stunden mehr als ausreicht. Abendfüllende Gefühle, genau so ist das wohl in dem Alter, so wird es gewesen sein, wenn die Erinnerung nicht trügt.
Berliner Morgenpost
Metzler balanciert diese Geschichte über Verlorenheit und Verlangen gekonnt zwischen Realismus und Verfremdung, lässt seine Spieler mit Schafsmasken oder als Zombies auftreten und verliert trotzdem nie den emotionalen Kern aus dem Blick: die Suche nach so was wie Wahrhaftigkeit in einer als heuchlerisch empfundenen Welt, in der die Eltern sich trennen, die Lehrer desinteressiert sind und den Kids ihre Rollen früh zugewiesen werden: Außenseiter, Schulschönheit, Draufgänger, Mauerblümchen.
Der Tagesspiegel
Hanni Lorenz, Kinga Schmidt, Nina Maria Wyss, Erik Born und Filip Grujic spielen das umwerfend gut, ohne die Distanzfilter erwachsener Besserwisserei. Erste Liebe, erster Sex, das sind die Hardcore-Herausforderungen, da gibt es nichts zu beschönigen.
Der Tagesspiegel