ab 15 Jahren | ab 10. Klasse

Beben

von Maria Milisavljević (2015)
Dauer: 95 Minuten
Premiere: 16. September 2017
Die Welt ist ein Kriegsschauplatz. Überall bekriegen, hintergehen, töten sich Menschen oder lachen sich aus und feiern im permanenten Onlinestatus nichts als die absolute Gegenwart. Der Mann an der Kante von Ulro erfreut sich an diesem jahrtausendalten Treiben.
Er zieht die Menschen wie Spielfiguren aus seinen Manteltaschen und setzt sie aus in die kalte Gegenwart ohne Liebe, ohne Rücksichtnahme, ohne Empathie. Doch plötzlich rumort etwas, dröhnt. Es rüttelt und schüttelt und man kann nicht mehr weitermachen wie bisher. Jetzt geht es um alles geht: das Leben, den Tod, die Vergangenheit, die Zukunft. Alles ist miteinander verwoben und alles kann gewendet werden.

Maria Milisavljević (geboren 1982) erhielt für »Beben« 2013 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik und wurde 2016 mit dem AutorenPreis des Heidelberger Stückemarktes und dem Else-Lasker-Schüler-Förderpreis ausgezeichnet. Mit diesem hochpolitischen Stoff hat sich Volker Metzler als Schauspieldirektor am THEATER AN DER PARKAUE vorgestellt. Die Inszenierung wurde für den Friedrich-Luft-Preis 2018 und den Ikarus-Preis 2018 nominiert.
Sie glänzt durch ihre Brüche, Höhenflüge und ein atemberaubendes Ensemble.
Spielort: Bühne 3 | Dauer: 95 Minuten
Bühne + Kostüme: Claudia Charlotte Burchard | Video: Wolfgang Gaube | Musik: Kalle Krass | Regie: Volker Metzler | Dramaturgie: Karola Marsch | Theaterpädagogik: Nils Deventer | mit: Birgit Berthold, Erik Born, Caroline Erdmann, Elisabeth Heckel, Jakob Kraze, Johannes Hendrik Langer, Hanni Lorenz, Florian Pabst, Denis Pöpping, Friedrich Richter, Tim Riedel, Andrej von Sallwitz, Johannes Schäfer, Kinga Schmidt, Nina Maria Wyss
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin

Mo, 11.03.2019 19.00 - 20.35
Karten

Drum & Dran

Presse

Ein faszinierender Text, hochkomplex, verwirrend, immer wieder auf falsche Fährte lockend, abbrechend und neu ansetzend, wild zwischen den Ebenen springend. Ein Weltpanorama in Fragmenten. Perfektes Material also für das Jugendtheater? Vielleicht schon. Zumindest wenn man es so anpackt wie Metzler.
stagescreen.wordpress.com
Der Text ist ein dichtes, vielschichtiges Gewebe, die Schauspieler pendeln zwischen tändelndem Leichtsinn und furchtbarem Ernst – man hat das Gefühl, dass es um alles geht. Um unsere moderne Gesellschaft und darum, wie sie sich gerade zugleich banalisiert und verroht.
www.zitty.de
Die gewünschte bedrohliche Stimmung entsteht durch großformatige Videos [...], Verrenkungen und spitze Schreie der Schauspieler und die rausgeschleuderten, manchmal nur gestammelten Textbrocken.
www.freitag.de