Taigué Ahmed

Taigué Ahmed ist Tänzer, Choreograf und künstlerischer Leiter der Organisation NDAM SE NA (Gemeinsam tanzen). In seiner Jugend wurde er im traditionellen afrikanischen Tanz ausgebildet. 2002 begann er die Ausbildung im Bereich des zeitgenössischen Tanzes u.a. an der École des Sables (Senegal) und am Centre National de la Danse (Paris). Seit 2009 präsentiert er eigene künstlerischen Arbeiten auf dem afrikanischen Kontinent sowie in Europa und Amerika, u.a. das Solo »Crache mon histoire« (2009), das Duo »Abbanay, Abbanay (Mein Vater, mein Vater)« (2014), das Stück »Waignedeh (Morgen)« (2018) und das Solo »Je sors de nulle part mais d'un trou obscure« (2019). 2005 gründete Taigué Ahmed die Organisation NDAM SE NA. Neben dem Angebot von Tanzworkshops in Flüchtlingscamps fördert sie die Aus- und Weiterbildung von Tänzer*innen. Heute arbeitet NDAM SE NA zunehmend mit Wissenschaftler*innen verschiedener Länder zusammen, um zu untersuchen, wie Tanz als Strategie zur Überwindung von Traumata, sozialen Missständen sowie zur Sensibilisierung für gesellschaftliche Probleme angewendet werden kann. Ein Stipendium auf der Akademie Schloss Solitude nutze er, um seine über Jahre erarbeite Pädagogik zu verschriftlichen. 2019 führte er, in Zusammenarbeit mit der Universität Leeds, eine Schulung für Tänzer*innen aus fünf verschiedenen afrikanischen Ländern in seinem Arbeitsansatz durch. 2020 wurde er als Experte für künstlerische Projekte in Flüchtlingscamps von der UNESCO zu einem Vortrag eingeladen. 2021 wird NDAM SE NA zusammen mit der GbR SISK und drei deutschen Theatern das Tanzprojekt »The Drying Prayer«, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, realisieren. Es beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von klimatischen Veränderungen und gesellschaftlichen Konflikten in der Region um den Tschadsee.