15 – 18 Jahre | 9. – 13. Klasse

Aktion Arbeitsscheu Reich 1938

von Martin Clausen & Kollegen (2018)
75 Minuten
Uraufführung 12. Juni 2018
Die Recherchearbeit »Aktion Arbeitsscheu Reich 1938« spürt historischen Fakten und Biografien nach und stellt die Frage in den Raum, ob die Keime der nationalsozialistischen Ausgrenzungspolitik immer noch aktiv sind.
Sogenannte Asoziale oder auch »Arbeitsscheue« wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, inhaftiert, Zwangssterilisierungen unterzogen, in Arbeitshäuser verschleppt und in Konzentrationslagern ermordet. Der »gesunde Volkskörper« sah sie als Bedrohung der deutsch-nationalen Werte an und stufte sie als unwertes Leben ein. Schon seit der Kaiserzeit unterzog das Arbeitshaus in Berlin-Rummelsburg Menschen der Umerziehung und Eingliederung in die Gesellschaft durch Zwang zur Arbeit. Es herrschte die Überzeugung, dass ein Mensch nur durch Arbeit ein wertvoller Teil der Gesellschaft sein könnte.

Aus dem Vorhandensein und Nichtvorhandensein von Selbstauskünften, Protokollen, Interviews ist ein Arrangement aus Texten, Stimmen und Schweigen entstanden. Martin Clausen und Kollegen skizzieren Lebensläufe, setzen zu Aussagen an, brechen ab und verstummen. Sie reiben sich an Idealen und mimen choreografisch eine Gemeinschaft, in der sie vereinzeln.
Spielort: Bühne 2 | 75 Minuten
Regie: Martin Clausen | Musik: Doc Schoko, Mario Schulte, Harald Wissler | Bühne: Ivan Bazak | Kostüme: Malena Modere, Anna-Lisa Kentner | Mitarbeit Recherche: Ewa Einhorn, Rahel Savoldelli | Historische Beratung: Dr. Thomas Irmer | Dramaturgie: Karola Marsch | Theaterpädagogik: Uta Sewering | mit: Birgit Berthold, Torsten Holzapfel, Doc Schoko, Mario Schulte, Harald Wissler
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