13 - 16 Jahre | 8. - 10. Klasse

Mädchen wie die

von Evan Placey
aus dem Englischen von Frank Weigand
Dauer: 70 Minuten
Premiere: 10. April 2018
Starke Frauen der Vergangenheit treffen auf digitalen Zickenkrieg von heute. Als ein Nacktfoto von Scarlett im Internet auftaucht ist klar: Sie ist eine Schlampe. Wer hat diese Hackordnung festgelegt?

Für manche ist die Zeit auf der Mädchenschule St. Helens die beste ihres Lebens, für Scarlett ist es die Hölle. Sie ist und bleibt die Schlampe, egal, was sie tut. Russel, von dem ebenfalls ein Nacktfoto rumgeschickt wird, feiern alle als Playboy. Scarletts Referat über die Geschichte der Frauenemanzipation interessiert niemanden mehr. Aber Scarlett findet darin die Stärke, ihren eigenen Weg zu gehen.
 
Das mehrfach preisgekrönte Stück »Mädchen wie die« macht in der Inszenierung von Grimme-Preisträgerin Brigitte Maria Bertele die Frage auf, warum der weibliche Körper seit jeher Zielscheibe für Beurteilungen von außen ist.
Spielort: Bühne 2 | Dauer: 70 Minuten
Regie: Brigitte Maria Bertele | Bühne + Kostüme: Fabian Gold | Choreografie: Sommer Ulrickson | Projektion: Erik Frymark | Musik & Sounddesign: Frank Zerban | Dramaturgie: Sarah Wiederhold | Theaterpädagogik: Anne Britting | mit: Birgit Berthold, Melina Borcherding, Caroline Erdmann, Laura Lippmann, Kinga Schmidt, Nina Maria Wyss

Drum & Dran

Presse

Schon der Kanon am Anfang macht klar: In diesem Stück geht es absolut zur Sache. Mit Worten sowieso und dann auch noch - denn das funktioniert immer gut - viele gegen eine. Das Nacktfoto von Scarlett im Klassenchat beschwört den Zickenkrieg herauf, besser: den Hennenkrieg. Mit Hackordnung.
Kulturradio
Das karge Bühnenbild auf der Bühne 2 des Berliner Theaters an der Parkaue lässt viele Verwandlungen zu, sei es durch Projektionen auf herunterhängende Rahmen oder schlichtes Umstellen von Stühlen. Die 1974 geborene, erfolgreiche Regisseurin Birgit Maria Bertele arbeitet für Film, Fernsehen und Theater. In ihrer aktuellen Inszenierung verzichtet sie auf ablenkendes Brimborium und gibt mit einfachen Mitteln den Aussagen des ambitionierten Textes Raum.
Märkische Oderzeitung