Die Antrittsvorlesung
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nach dem Monolog "Die Liste der Unerwünschten" von Gerhard ZahnerBerliner PremiereZum 71. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Hans Robert Jauß war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Romanist.
An der Universität Konstanz hielt er 1967 seine Antrittsvorlesung „Literaturgeschichte als Provokation der Literaturwissenschaft“, die weltberühmt wurde.
Zu seiner Rolle in der Waffen-SS hatte er Zeit seines Lebens ein „taktisches Verhältnis“: Er verschwieg es.

Im Theaterstück „Die Antrittsvorlesung“ spricht Jauß statt über Literaturgeschichte von seiner NS-Vergangenheit – relativierend, rechtfertigend und widersprüchlich. Zentral ist dabei die Frage nach der Verantwortung einer Einzelperson gegenüber seinen Studierenden. Denn Jauß war als Mitglied der Waffen-SS unter anderem an der „Liste der Unerwünschten“ beteiligt, die die Deportation von freiwillig zur Waffen-SS zugehörigen Franzosen veranlasste.

Am 19. November 2014 wurde im Audimax der Universität Konstanz „Die Liste der Unerwünschten“ mit Unterstützung durch die Stadt Konstanz uraufgeführt. Gerhard Zahner ist Rechtsanwalt, Autor und Kritiker. Didi Danquart ist Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er erhielt für seinen Kinospielfilm "Viehjud Levi" nach dem gleichnamigen Theaterstück von Thomas Strittmatter den Caligari-Filmpreis der Berlinale 1999. Seit 2009 hat Didi Danquart einen Lehrstuhl für "Spielfilmregie" an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln.



Die Berliner Premiere wird unterstützt durch
die Luxemburger Botschaft.

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StückinformationHintergrundinformationen

Stimmen zum Stück

  • „Das unerwünschte Theater. Dass die Bühne zum Ort einer Debatte werde, die weit über sie hinausweist.“ (Dirk Pilz in „Nachtkritik)“

  • „Ich will ihm nicht dankbar sein“ (US-Professor Hans Ulrich Gumbrecht über die NS-Vergangenheit seines Doktorvaters.) 

  • „Letztlich ist es nicht immer so, dass Theater und Film stumpfe Waffen im Kampf um die Wahrheit bleiben“. (Gerhard Zahner über die positive Reaktionen auf  sein Stück)