MannOhMann (12+)

Pop-Musiktheater von Kim, Seitz & Friends mit jungen Berliner*innen
Was heißt es, ein Mann zu sein? Welche Rollenbilder werden jungen Menschen vermittelt – in der Schule, in Serien, in Songs, auf Social Media? Und was, wenn sie sich da nicht wiederfinden?
In „MannOhMann“ setzen sich junge Menschen mit Vorstellungen von Männlichkeit auseinander – laut, leise, queer, kritisch und vor allem poppig. Gemeinsam mit Kim, Seitz & Friends entwickeln sie mit Humor, Songs und eigenen Geschichten eine Performance. Wie können sich nicht nur junge Männer, sondern ALLE vom Druck und den gesellschaftlichen Erwartungen an Männlichkeit befreien? Und wer fühlt sich bedroht, wenn Männlichkeit sensibel, fluide, offen und frei ist?

Denn auch wenn Männer im echten Leben – in Politik, Tech oder Medien – weiterhin den Ton angeben, fühlen sich viele von ihnen unter Druck gesetzt. Von Incels bis MGTOWs formieren sich weltweit reaktionäre Gegenbewegungen, die Vielfalt und Gleichstellung als Angriff auf ihre Identität sehen.

„MannOhMann feiert die Reibung zwischen K-Pop und Patriarchat – und schafft Raum für neue Perspektiven. Die Künstler*innen der Gruppe Kim, Seitz & Friends – Olivia Hyunsin Kim, Jones Seitz in Kollaboration mit Leo G. Alonso – machen queeres Musiktheater und feiern dabei gerne den Clash mit dem klassischen Theater-Kanon.

Termine

https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
So 12.04.
18:00
Ausverkauft

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Di 14.04.
19:00
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Mi 15.04.
10:00
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Mi 22.04.
10:00
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Do 23.04.
10:00
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Fr 24.04.
10:00
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Di 12.05.
19:00
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Mi 13.05.
10:00
Ausverkauft

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Sensible Inhalte

Selbstverständlich sind alle Themen und Inhalte in unseren Theaterstücken kind- und jugendgerecht gestaltet. Wir stellen diese Informationen zur Verfügung, damit alle Besucher*innen selbstbestimmt entscheiden können, ob ein Vorstellungsbesuch für sie passend und zugänglich ist. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne unter barrierefreiheit@parkaue.de oder 030.55 77 52 75.
Thematisierung von Patriarchat, Suizid, Femizid, Misogynie, Manosphere und Extremismus

Textliche Schilderung von
  • Sklaverei: Es wird in einer Szene über Eroberungskriege gesprochen.
  • Misogynie: In einer Szene werden griechische Philosophen zitiert, die sich abschätzig über Frauen geäußert haben.
  • Gewalt an Frauen: In einer Szene wird verhandelt, dass Frauenkörper kontrolliert werden und es Angst vor Übergriffen gibt. Es werden Gewaltstatistiken zu Morden an Frauen eingeblendet und besprochen, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden.
  • Politische Hashtags: Es werden politische Hashtags als Text eingeblendet und ihre Bedeutung erklärt. Sie weisen auf Gewalt, Missbrauch, Diskriminierung, Rassismus, Polizeigewalt und Transfeindlichkeit hin.
  • Patriarchat: In einer Szene wird besprochen, dass das Patriarchat diskriminierende Strukturen produziert und weiße Vorherrschaft sichern will.
  • Essstörungen: Es wird über Essstörungen bei Jungen gesprochen.
  • Mobbing: Es wird in einer Szene beschrieben, wie Jungen unter Druck gesetzt und gemobbt werden.
  • Maxxing: Es werden Definitionen eingeblendet, die sog. Maxxing als extremen Körperkult erklären.
  • Rassismus: In einer Szene wird erzählt, dass Schwarze Männer grundlos als Bedrohung eingeordnet werden.
  • Extremismus im Internet: In einer Szene wird beschrieben, wie in Internetcommunitys andere Menschen als unterlegen abgewertet werden und sich Männergruppen zusammenschließen.
  • Terrorismus: Es wird das rassistisch motivierte Attentat in Hanau genannt.

Szenische Darstellung von
  • Gewalt: In einer Szene werden in Schattenbildern Kämpfe zwischen zwei Personen nachgestellt.

Reproduktion von Stereotypen von Männlichkeit, Abwertung von Frauen, Schimpfwörtern und Alkoholkonsum

Sensorische Reize

Einsatz von Licht
  • Die Bühne ist mit einem Neonlicht-Rahmen umrandet, die immer wieder in unterschiedlichen Farben leuchten. Außerdem gibt es drei Leinwände auf der Bühne.
  • Es gibt immer wieder sich bewegende oder schnell wechselnde bunte Showlichter auf dem Bühnenboden und den Wänden
  • In einer Szene kommt es zum Einsatz eines Verfolgerscheinwerfers
  • Es kommt zum Einsatz einer Discokugel
  • Auf drei Leinwänden sind immer wieder bewegende Animationen zu sehen
  • In einer Szene flackert das Licht
  • In der letzten Szene gibt es eine Choreografie der Spieler*innen mit pinken Neonröhren in der Hand

Einsatz von Musik und Geräuschen
  • In einer Szene wird laut durcheinandergeschrien, in einer anderen Szene schreit jemand laut „Cut!“
  • In einer Szene kommen die Spieler*innen mit einer lauten Bluetooth-Box auf die Bühne
  • In manchen Szenen überlappen sich Sounds oder Songs mit gesprochenen Texten

Interaktion mit dem Publikum
  • Das Publikum wird während des Einlasses und in einer Szene direkt angesprochen und immer wieder zu Applaus animiert

Sonstige Effekte
  • Es gibt eine längere Sequenz Schattenspiel
  • Einsatz von Nebel
  • Luftballons, die aufgepumpt und dann fliegen gelassen werden
  • Es gibt bunte, glitzernde Kostümteile und einen glitzernden Vorhang im Hintergrund
  • Es gibt eine Live-Kamera, die immer wieder wackelige Videobilder erzeugt
  • In einer Szene fliegen Geldscheine durch den Raum

Hinweis

In der Vorstellung kommen stroboskopähnliche Lichteffekte zum Einsatz.

Was heißt eigentlich?

Incel ist die Abkürzung für „involuntary celibate“, also „unfreiwillig sexuell enthaltsam“, und bezeichnet meist Männer, die keinen sexuellen oder romantischen Kontakt haben und dafür häufig Frauen die Schuld geben.
MGTOW steht für „Men Going Their Own Way“ und bezeichnet eine Bewegung von Männern, die sich bewusst von romantischen Beziehungen mit Frauen und traditionellen Geschlechterrollen distanzieren.
K-Pop (Abk. für Korean Pop) ist ein Musikgenre aus Südkorea, das Gesang, Tanz und visuelle Inszenierung vereint.

Spielort: Bühne 2
ab 12 Jahren · 7. – 13. Klasse
Premiere: 12. April 2026
Künstlerische Leitung: Kim, Seitz & Friends (Olivia Hyunsin Kim, Jones Seitz in Kollaboration mit Leo G. Alonso) Bühne: Leo G. Alsonso Kostüme: Josefin Kwon Musik: Henri Maximilian Jakobs Dramaturgie: Irina-Simona Bârcă, Sabine Salzmann Künstlerische Vermittlung: İlayda Schattner
Mit: Luisa-Marie Blumtritt, Bettie Bogisch, Jannes Bent Bothmann, Sam Enders, Philip Herzog, Clara Palmowski, Alicia Pelz, Ailín Camila Rivera Sánchez, Lukas Schroth, Jasmin Thometzek