24.05.2022

Neue Spielzeit 2022/23

Mit insgesamt 9 Premieren für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, darunter 1 Uraufführung, starten Christina Schulz und Alexander Riemenschneider in ihre zweite Spielzeit am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin.
Für ihre zweite Spielzeit haben Intendantin Christina Schulz und Intendant Alexander Riemenschneider Künstler*innen eingeladen, die in den unterschiedlichen Spielformen des Theaters zu Hause sind und diese für ein junges Publikum öffnen – auf den Bühnen, im Klassenzimmer oder in der Stadt.

Eröffnung mit Uraufführung „Das Spiel“ von Rachel Rosen und „Kompost-Horror“ in Kooperation mit Theater Thikwa

Zur Eröffnung zeigen wir im September die Uraufführung „Das Spiel“ (5+). In dem Stück über Amateurfußball und peinliche Situationen nimmt uns Rachel Rosen mit zum Turnier Füchse gegen Pinguine und erzählt mit großem Witz davon, was alles schief gehen kann auf dem Bolzplatz. Alexander Riemenschneider inszeniert diese sportliche Parabel über das Scheitern für die Bühne 3.

Selbst aktiv werden kann das Publikum ab Oktober in der Inszenierung „Kompost-Horror“ (8+) auf der Bühne 4. Für die Kooperation mit dem Theater Thikwa entwickeln die beiden Künstler*innen Leonie Graf und Manuel Gerst (u. a. Gründungsmitglied von Monster Truck) mit einem inklusiven Ensemble ein interaktives Spiel zum Thema Nachhaltigkeit.

Premieren auf der Bühne, im Klassenzimmer und in der Stadt

Im Januar kommt „Das Kind träumt“ (16+) von Hanoch Levin zur Premiere, eine clowneske Tragödie über Flucht und Vertreibung, Verantwortung und Menschlichkeit. Zurückgegriffen hat Levin dafür auf die reale Irrfahrt der St. Louis, die auf der Suche nach Asyl 1939 von Hamburg nach Kuba aufbrach, dort jedoch abgewiesen und gezwungen wurde, nach Europa zurückzukehren. Alexander Riemenschneider inszeniert das Ensemblestück für die Bühne 4.

Im Frühjahr 2023 wird die Choreografin Modjgan Hashemian zum ersten Mal an der Parkaue arbeiten. Für „Gänsehaut“, so heißt ihr Tanzstück für alle ab 12 Jahren, untersucht sie das Spannungsfeld von Berührung in pandemischen Zeiten. Die Klassenfrage im Klassenzimmer stellt das Performance-Duo PINSKER+BERNHARDT mit „Stranger Life Fantasies“ (12+). Die interaktive Klassenzimmer-Performance lädt Schüler*innen der Oberschule ein, sich mit Fragen rund um die Berufswahl auseinanderzusetzen.
Ein urbanes Märchen über queere Liebe inszeniert Regisseurin Babett Grube mit „Beautiful Thing“ (14+) von Jonathan Harvey. Das 1993 uraufgeführte Stück erzählt von Homosexualität und Generationskonflikten, Klassenfragen und Liebe in einem Londoner Arbeiter*innenviertel und avancierte schnell zu einer der wichtigsten und ermutigendsten LGBTQ+-Erzählungen seiner Zeit. Wir zeigen „Beautiful Thing“ in einer Neuübersetzung für die Parkaue, Premiere ist im Mai 2023 auf der Bühne 3.

Als gemeinsame Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen und der Schauburg München sowie dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Nationaltheater Mannheim, dem Schauspiel Hannover und dem Schauspiel Stuttgart zeigen wir die Berliner Premiere von „Pigs“ (13+), eine interaktive Installation von Miriam Tscholl – und zwar im neu renovierten Hubertusbad Lichtenberg. Hier, im ehemaligen Schwimmbad, treffen Körperkultur und Schlachthaus aufeinander und befragen unser Verhältnis zum Schwein aus neuer Perspektive. Zum Abschluss der Spielzeit, im Juni 2023, entwirft das zaungäste Kollektiv mit „Meerjungfrauen rülpsen besser“ (5+) ein Chormärchen über die Faszination für Meerjungfrauen und fragt nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit.

Für junge Menschen – und mit jungen Menschen: Partizipative Produktion auf Bühne 4

Mit „Macht PAUSE” (AT) steht ab April 2023 unsere erste partizipative Inszenierung auf dem Spielplan. Für die Spielleitung konnten wir die Choreografin und Bildende Künstlerin Magda Korsinsky gewinnen, die sich in ihren Arbeiten u. a. mit Fragen von Identität und Selbstermächtigung beschäftigt. Gemeinsam mit ihr erkunden junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren ihre eigenen Geschichten vom Pausieren. Mit Tanz, Moves und Spoken Word erforschen sie, wie Körper und Sprache auch Werkzeuge des Widerstands sind und was die PAUSE alles bewirken kann.

Räume öffnen für das eigene künstlerische Schaffen von jungen Menschen ist uns wichtig. Das Team Künstlerische Vermittlung und Partizipation gestaltet mit künstlerischer Vermittlungsarbeit, Community-Outreach, Spielclubs, Workshops und eigenen Produktionen diese Räume und stellt dabei die Selbstermächtigung der Kinder und Jugendlichen und ihre direkte Partizipation durch das Theater und die Kunst ins Zentrum ihrer Vermittlungsarbeit.

Residenzen, Kooperationen und Ensembleformate

Wie können nachhaltig Räume für kollaborative Stückentwicklungen entstehen, deren Narrative aus den unterschiedlichen Kompetenzen, Sichtweisen und Erfahrungsräumen verschiedener Autor*innen schöpfen? BITTER (SWEET) HOME erprobt Ansätze zwischen Kunst und Diskurs an der Schnittstelle von Theater und Aktivismus. Im B(S)H-WRITERS’ ROOM arbeiten in wechselnden Konstellationen BI*POC-Autor*innen kollaborativ an neuen Texten fürs Theater mit antirassistischer Haltung. Erstmalig arbeitet das Team um die Künstlerische Leiterin Julia Huda Nahas an einem Staatstheater – wir freuen uns auf die Kooperation, die Autor*innen und neue Narrative für ein junges Publikum.

Fortgesetzt wird 2022/23 unser Residenzprogramm „Ich kann mir alles vorstellen“ zum Feld Inklusive Kunst für junges Publikum. Im Rahmen eines vierwöchigen Arbeitsaufenthalts an der Parkaue entwerfen drei behinderte Künstler*innen anhand eigener Projekte ihre individuellen Visionen für ein junges Theater. In der aktuellen Spielzeit waren im Februar 2022 Noha Badir (Theater HORA), Melanie Lux (Meine Damen und Herren) und Rachel Rosen (Theater Thikwa) bei uns zu Gast. Rachel Rosen inszenierte in diesem Rahmen Ausschnitte aus ihrem Stück „Das Spiel“, was wir zur Eröffnung der neuen Spielzeit 2022/23 als Uraufführung zeigen werden.

Weiter fördern werden wir auch die Eigenprojekte des Ensembles. In Ensemble Ateliers, die wir als Forschungsräume begreifen, können sich die Schauspieler*innen und Künstlerische Mitarbeiter*innen mit eigenen Fragestellungen zum Theater für junges Publikum auseinandersetzen.

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