Schubladen auf! (14+)

Gegenwartsdramatik für junges Publikum
Szenische Lesung & Gespräch
Was, wenn Theater die Geschichten erzählt, die junge Menschen heute wirklich bewegen?
Theater ist mehr als die sogenannten „großen Klassiker“. Autor*innen der Gegenwartsdramatik schreiben Stücke, die im Hier und Jetzt spielen und in denen sich junge Menschen mit ihren Fragen, Erfahrungen und ihrer Sprache wiederfinden können.
An einem Vormittag öffnen wir deshalb in Kooperation mit dem Studiengang „Szenisches Schreiben“ der UDK für euch die Schubladen der Gegenwartsdramatik: Schauspieler*innen unseres Ensembles präsentieren in einer szenischen Lesung ausgewählte Texte, in denen es um die Lebensrealität junger Menschen geht. Im anschließenden Gespräch diskutieren wir gemeinsam mit den anwesenden Autor*innen darüber, wie die Texte Gefühle, Unsicherheiten und Entscheidungen spiegeln, die junge Menschen heute beschäftigen — und finden außerdem heraus, wie ein*e Autor*in arbeitet und ihre*seine Ideen in ein Theaterstück verwandelt.
Folge #2

Mitte 10er

von Una Çelik
Gelesen von: Vincent Heppner, Jakob Kraze, Anna Lepskaya, Mira Tscherne
Szenische Einrichtung: Annabell Cassel und Isabella Rick

Ali und Linda sind beste Freundinnen, labern über alles zur Golden Hour. Und zusammen machen sie auch Business – Linda als die Superchefin von allem und allen hat ein eigenes Nagelstudio in ihrem Zimmer, wo die Leute Schlange stehen, und Ali will den Salon mit Toothgems ergänzen, alles schon im Internet bestellt.

Aber seit zwei Wochen kommt von Linda nichts mehr. Hat sich von allen zurückgezogen und sobald die Sonne untergeht, verschwindet sie. Warum macht sie plötzlich detox? Und dann ist da noch diese Büyükanne, diese alte Frau mit der Kapuze, die Ali zu verfolgen scheint …

„Mitte 10er“ ist ein Stück über Freund*innenschaft, Weltschmerz und Solidarität zwischen den Generationen.

Una Çelik

Una Çelik wurde in Berlin geboren und ging in Köpenick zur Schule. Nach dem Abi begann sie viel an Filmsets und in Filmproduktionen zu arbeiten. Darunter waren viele Arthouse- und Coming-of-Age-Stoffe. Danach ging es für sie an die Universität der Künste, an der sie seit zwei Jahren studiert.

Termine

https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Do 21.05.
10:00

Folge #1

Erdmännchen

von Paula Regine Erb
Gelesen von: Elisabeth Heckel, Jakob Kraze, Denis Pöpping
Szenische Einrichtung: Masha Sapizhak

Charlie ist siebzehn, verliebt und ein bisschen verloren. Dann ist sie schwanger und mit einem Mal steht alles still. In diesem Schwebezustand begegnet sie dem Erdmännchen: einer Stimme zwischen Traum und Wirklichkeit, die sie begleitet, befragt, tröstet und herausfordert.

„Erdmännchen“ ist ein Stück über das Erwachsenwerden, über Nähe, Selbstbestimmung und über die Frage, welche Formen von Familie wir uns vorstellen können.

Paula Regine Erb

Paula Regine Erb studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Directing in Desived and Object Theatre in Prag. Vor ihrem Studium Szenisches Schreiben an der UdK arbeitete sie als Dramaturgin.
Die Texte der zwei Folgen „Erdmännchen“ und „Mitte 10er“ wurde im Rahmen der Werkstatt „Schreiben für junges Publikum“ entwickelt – einer Kooperation zwischen dem Studiengang Szenisches Schreiben der Universität der Künste Berlin, dem Theater Strahl und dem Theater an der Parkaue, die neuen Stimmen und Perspektiven für das Theater von morgen fördert.

Spielort: Studio 2
ab 14 Jahren · 8. – 13. Klasse