Queer Vibes

Literatur, Talk, Lesebühne
Du liebst queere Literatur oder willst sie endlich kennenlernen? Du findest, Lesungen könnten etwas mehr Spaß vertragen und Musik gehört sowieso dazu? Du hast vielleicht selbst etwas geschrieben, das du teilen möchtest? Dann bist du hier richtig!
Die Gastgeber*innen sind: Henri Maximilian Jakobs, Musiker und Autor von „Paradiesische Zustände“ und Lena Krebs, Poetry Slammerin und Co-Host vom Podcast „Lesen ist schwul“. In vier Ausgaben laden sie queere Autor*innen ein, aus ihren Büchern zu lesen und über Queerness und Schreiben zu quatschen. Während Henri Songs beisteuert, eröffnet Lena unsere offene Lesebühne – Literatur trifft Musik trifft Poetry Slam.

Dazwischen: Witzige Challenges mit unseren eingeladenen Autor*innen rund um Literatur und Queersein – Erkennst du das Buch anhand des ersten Satzes? Wessen Zitat ist das: Shakespeare oder Smut? Und welche queeren Bücher stehen bei dir im Regal?

Zum Abschluss könnt ihr die Bühne mit euren Texten erobern!


Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
25. September 2026

mit Gialu und Gazelle und dem Buch „NEVER NOT CHANGING“

16. Oktober 2026

mit Henri Maximilian Jakobs und dem Buch „Paradiesische Zustände“

20. November 2026

mit Hengameh Yaghoobifarah und dem Buch „Schwindel“

11. Dezember 2026

mit Ozan Zakariya Keskinkılıç und dem Buch „Hundesohn“

Termine

https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Fr 25.09.
19:00
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Fr 16.10.
19:00
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Fr 20.11.
19:00
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Fr 11.12.
19:00

Folge #1

NEVER NOT CHANGING – 25 erste Male

Fr, 25.09., 19:00
Wann bist du das letzte Mal ins kalte Wasser gesprungen? Wann hast du das letzte Mal etwas gewagt, was du noch nie zuvor getan hast? Erste Male können beglückend, schmerzhaft und befreiend zugleich sein: Ob das erste Mal Karaoke singen, zum ersten Mal einen Bohrer in die Hand nehmen oder das erste Mal verliebt sein, das erste Mal Grenzen ziehen und das Gefühl zu haben: Das bin ich – und es ist gut so!

Gazelle und Gialu nehmen uns mit auf ihre persönliche Reise ihrer ersten Male – und tun es schon wieder: Sie schreiben zum ersten Mal ein Buch. Sie teilen ihre intimsten Momente mit uns, erzählen von Bohrern und Bärten, von Coming-Outs und Make-up, von Struggles und Geschlechterrollen. Kurzum: Über jene Momente, die sie zu den Menschen gemacht haben, die sie heute sind.

Gazelle

Gazelle (sie/ihr), wurde 1988 in der Nähe von Dortmund geboren und war im Personalwesen tätig, bevor sie sich für eine zweite Karriere als Content Creatorin entschied. In ihren Videos erzählt sie humorvoll, was „typisch Deutsch” ist und erreicht so ein Millionenpublikum auf Instagram und TikTok. Zuletzt war sie in der ZDF-Serie „Knigge und Co.” sowie als Ensemble-Mitglied in der ZDF NEO Late Night Show „Neo Tropic Tonight” zu sehen.

Gialu

Gialu (he/they), wurde 1998 in der Nähe von München geboren, lebt und arbeitet in Berlin als Model und Content Creator, lief auf der New York Fashion Week für Maison Blanche. Gialu beschäftigt sich auf Social Media mit deren Transition sowie ADHS und Autismus und erreicht inzwischen ein internationales Publikum von über 1,7 Millionen Follower:innen auf TikTok und Instagram.
Folge #2

Paradiesische Zustände

Fr, 16.10., 19:00
Was, wenn der eigene Körper ein Zuhause ist, in dem man eigentlich keine Sekunde zu viel verbringen möchte?
Von einer Berliner Clubtoilette blickt Johann zurück und erzählt uns seine Geschichte. Eine Geschichte, die bei einem tiefen Unbehagen beginnt, das er, damals „sie“, mit sich herumträgt wie den Schneeanzug, die unzähligen Schichten Kleidung, unter denen er seinen Körper verschwinden lässt. Und die „Zukunft“, die vor ihm liegt, bedeutet erstmal nichts anderes als die Herausforderung, diese irgendwie hinter sich zu bringen. Der Versuch, das anzugehen, führt ihn über eine Schauspielschule in der bayrischen Provinz und eine skurrile Hipster-Wurstbude in Berlin-Neukölln zu einer wichtigen Erkenntnis. Und schließlich in die Mühlen der Bürokratie – bevor er sich, nach einer Angleichung und unzähligen heiklen Gesprächen, zum ersten Mal seit vielen Jahren bewusst vor einen Spiegel stellen kann.

Henri Maximilian Jakobs

Henri Maximilian Jakobs studierte E-Bass am Richard-Strauss-Konservatorium München. Er ist Sänger und Bassist der Band TUBBE, mit der er drei Alben veröffentlichte. Er tourte als Live-Bassist von Sookee, The toten Crackhuren im Kofferraum u. a. 2019 Protagonist des Podcasts „Transformer“ von Christina Wolf, dem Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises in der Kategorie Podcast. Seit 2020 Gast an der Schaubühne Berlin in den Stücken „Das Leben des Vernon Subutex“ in der Regie von Thomas Ostermeier und „House of Dance“ von Tina Satter. Sein Debütroman „Paradiesische Zustände“ erschien im Juni 2023 bei KiWi.
Folge #3

Schwindel

Fr, 20.11., 19:00
Freitagabend, ein Hochhaus, 15. Stock. Avas Date mit Robin läuft perfekt. Bis es klingelt und zwei unerwartete Gäste vor der Tür stehen: Delia hat das Handy in Avas Schlafzimmer liegen lassen und will es abholen kommen. Silvia möchte Ava zur Rede stellen, denn seit einer Weile wird sie geghostet. In Avas Flur begegnen sich die drei Liebhaber*innen nun zum ersten Mal. Überfordert flüchtet Ava auf das Dach des Hochhauses, die anderen laufen ihr hinterher. In der Eile bringt niemand den Schlüssel oder ein Handy mit. So wird aus einem Date zu zweit eine gemeinsame Mission zu viert. Das Ziel: runterkommen vom Dach. Doch der Weg dorthin birgt Konflikte und Enthüllungen. Robin, Delia und Silvia kämpfen auf ganz eigene Weise um Avas Nähe und Aufmerksamkeit...

Hengameh Yaghoobifarah

Hengameh Yaghoobifarah lebt und arbeitet in Berlin. Gemeinsam mit Fatma Aydemir hat Hengameh Yaghoobifarah 2019 den viel beachteten Essayband „Eure Heimat ist unser Albtraum“ herausgegeben. 2021 erschien der Debütroman „Ministerium der Träume“ bei Blumenbar, der ein SPIEGEL-Bestseller wurde. 2023 folgte der Kolumnen-Band „Habibitus“, der auf der Shortlist für den Kurt-Tucholsky-Preis stand. „Schwindel“ ist Hengameh Yaghoobifarahs zweiter Roman.
Folge #4

Hundesohn

Fr, 11.12., 19:00
In Berlin lebt Zeko. Hier trifft er Männer in Parks und Cafés, auf Dating-Apps und vor der Moschee. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Lippen berühren, reißen ihn die Gedanken zurück zu Hassan, dem Nachbarsjungen in Adana, den Dede, sein Großvater, immer nur „Hundesohn“ nennt. Zeko kennt das laute Viertel, den Staub in den Gassen nur aus den Sommerferien. Dann stirbt Dede an einem Herzinfarkt. Aber Zeko will nicht vergessen, nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht die religiösen Rituale und den Geschmack von Bamya. Und vor allem nicht Hassan.

„In neun Tagen werde ich Hassan wiedersehen“, wiederholt er wie ein Mantra: beim Freitagsgebet, in der Therapiesitzung, im Prinzenbad, beim Mittagessen mit seiner besten Freundin Pari. Aber etwas ist geschehen, als Zeko und Hassan sich das letzte Mal sahen. Etwas, das immer heftiger heraufdrängt, je näher der Tag seiner Abreise kommt.

Ozan Zakariya Keskinkılıç

Ozan Zakariya Keskinkılıç, geboren 1989, studierte Politikwissenschaften in Wien, Berlin und Cambridge. 2022 erschien sein Lyrikdebüt „Prinzenbad“ im Elif Verlag, 2023 das Sachbuch „Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes“ im Verbrecher Verlag. Seine Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien (u. a. anders bleiben, Rowohlt 2023) veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt. 2025 wurde er u. a. mit dem ZDF-„aspekte“-Literaturpreis und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ausgezeichnet. „Hundesohn“ ist sein erster Roman.
Spielort: Studio 2
Mehrere Termine