Fachtag Diskriminierungs­sensible Schule: Antirassismus

Für Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen
Viele Schulen und Theater machen sich auf den Weg, diskriminierende Strukturen in ihrem Arbeitsalltag abzubauen. Aber wie kann eine antirassistische Arbeit in der eigenen Institution eigentlich aussehen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es und welche unterstützenden wohlwollenden Lernräume braucht es?

Die Künstlerische Vermittlung lädt Expert*innen zum Thema Antirassismus in Bildung und Kultur ein. Anhand von Workshops und Impulsen vermitteln sie praktische Tools, um diskriminierungssensibel im Schulalltag zu agieren. Der interdisziplinär ausgerichtete Fachtag ermöglicht die Vernetzung und den Austausch von Lehrer*innen und Pädagog*innen an der Schnittstelle von Theorie und Praxis.
Der Fachtag ist ein Fortbildungsangebot für Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen der Länder Berlin und Brandenburg, die sich entweder zum ersten Mal mit dem Thema Antirassismus beschäftigen oder sich bereits länger damit auseinandersetzen. Die Veranstaltung ist leider nicht auf allen Ebenen barrierefrei – bitte teilen Sie uns mit, welche Bedarfe Sie haben.

Anerkennung als Fortbildung

Berlin

Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen des Landes Berlin können den Fachtag unter Fortbildung Berlin finden. Die Anmeldung ist über Fortbildung Berlin über den Menüpunkt „Fachtage“ möglich.

Weitere Informationen zum Programm und die Anmeldung zum Mittagessen erfolgt über Besucher*innenservice: service@parkaue.de oder 030.55 77 52 52

Brandenburg

Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen des Landes Brandenburg können den Fachtag als Ergänzungsangebot im FortbildungsNetz des Landes Brandenburg unter der Anerkennungsnummer 230217-44.11-46512-221223.1 finden. Eine Anmeldung über das FortbildungsNetz des Landes Brandenburg ist nicht möglich.

Anmeldung und weitere Informationen zum Programm über Besucher*innenservice: service@parkaue.de oder 030.55 77 52 52

Programm

Workshop 1: Intersektionale Pädagogik mit Schwerpunkt Antirassismus

Wie wichtig ist die Auseinandersetzung mit Rassismus für Lehrkräfte, insbesondere weiße Lehrkräfte im Schulkontext, wo sie u.a. Schüler*innen begegnen, die Rassismus erleben? Wie begegnen wir rassistischem bzw. rassistisch geprägtem Schulmaterial und Medien? Wie schaffen wir antirassistische Räume und Bewusstsein im Kollegium und der Schulstruktur? Im Workshop sensibilisieren wir für ungleiche Chancen, Diskriminierungen und Privilegien. Mit Hilfe des Konzepts der Intersektionalität wird es möglich, einen differenzierten Blick auf die Identitäten von Schüler*innen, sowie der eigenen Person und als Pädagog*in zu gewinnen.

Workshopleitung: i-PÄD Kompetenzstelle intersektionale Pädagogik

Das Projekt „i-Päd – intersektionale Pädagogik“ existiert seit August 2011. Es ist ein Projekt, das die Anerkennung der Komplexität von Identitäten in der Pädagogik fördern soll. Dabei geht es um die Identitäten von Kindern und Jugendlichen, sowie auch die Identitäten der Lehrer*innen, Erzieher*innen und aller anderen Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.

Workshop 2: Antidiskriminierung und Schule – eine Frage der Position?

Was sind Vorurteile, was ist Diskriminierung und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Wo fängt Diskriminierung an und welche Formen von ihr gibt es? Welche Erfahrungen von Vorurteilen bzw. Diskriminierungen habe ich im Kontext Schule bereits gemacht und was ist meine Position darin? Wir wollen einen Raum schaffen, in dem eine Sensibilisierung für die eigene Prägung, Position und Perspektive in machtvollen Dynamiken möglich ist, die die Arbeit und den Alltag in der Schule prägen.

Workshopleitung: Cora Guddat

Cora Guddat ist Theaterpädagogin (BuT) und Performerin aus Berlin. Seit 14 Jahren arbeitet sie künstlerisch zu gesellschaftskritischen, politischen und machtbezogenen Themen in unterschiedlichen Kontexten und gibt Antidiskriminierungsworkshops in Kulturbetrieben. Selbst spielt sie in freien Gruppen Theater und macht Performances im öffentlichen Raum, unter anderem mit dem Theaterkollektiv Thesmophoria.
Foto: Cora Guddat

Workshop 3: Antirassistische Praxis in der Schule

Wie hängt Rassismus mit schulischem Wohlbefinden zusammen und was braucht es für eine antirassistische Schulpraxis? Über Lehrmaterial, Rahmenlehrpläne und Projekttage hinaus, sind es Themen wie Notengebung, Elternarbeit, SuS-L-Beziehungen, Konfliktbewältigung, Empowerment, SEL u.v.m., die im Zusammenhang mit Rassismus an Schulen oft zu kurz kommen. Der Workshop ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf Rassismus an Schulen und setzt über theoretische Erschließungen und Beispiele Praxis-Impulse.

Workshopleitung: Angelo Camufingo

Angelo Camufingo (er/ihn) ist freier Antirassismus- & Bildungsreferent, zertifizierter Trainer für Diversität, Equity, Inklusion und Soziale Gerechtigkeit und Berater. Er ist Mitglied im Lenkungsausschuss des Diversity Audits der Universität Potsdam und Teil der Projektleitung von Each One Teach One (EOTO) e.V. im KomPAD (Kompetenznetzwerk von und für People of African Descent). Er hat Lehramt studiert und publiziert zu Rassismus, rassifizierten Emotionen und europäischem Kolonialismus und forscht aktuell zu sozio-emotionalem Lernen und auto-ethnografischen Arbeiten zu Rassismus und Emotionen.
Foto: Dennis Krischker
Spielort: Theater an der Parkaue

Nächste Termine

https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Fr 17.02.
10:00