Macht PAUSE (14+)

Eine Produktion mit jungen Menschen
Wann hast Du Dich das letzte Mal so richtig ausgeruht? Einfach mal PAUSE gemacht?
Höher. Schneller. Weiter. Mehr. Dieses gesellschaftliche Mantra geht bereits in der Schule los und auf Insta, in der Ausbildung und auf der Arbeit weiter. Aber was passiert, wenn wir uns dem Erwartungsdruck widersetzen, wenn wir die Stopptaste drücken und eine PAUSE einlegen? Wenn wir ausschlafen, chillen, nichts tun oder genau das tun, worauf wir Lust haben? Wie lässt sich das mit dem MSA, der Suche nach einem Beruf oder der Arbeit vereinbaren? Und wie kann eine PAUSE einlegen ein politischer Akt sein?

Theater mit jungen Menschen für junge Menschen, das ist für uns wichtig. Mit „Macht PAUSE” steht ab April 2023 unsere erste partizipative Inszenierung auf dem Spielplan. Für die Spielleitung konnten wir die Choreografin und Bildende Künstlerin Magda Korsinsky gewinnen, die sich in ihren Arbeiten u. a. mit Fragen von Identität und Selbstermächtigung beschäftigt. Gemeinsam mit ihr erkunden junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren ihre eigenen Geschichten vom Pausieren. Mit Tanz, Moves und Spoken Word erforschen sie, wie Körper und Sprache auch Werkzeuge des Widerstands sind und was die PAUSE alles bewirken kann.


Nominiert für den IKARUS Theaterpreis 2023 in der Kategorie Jugendtheater.

Nächste Termine

https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Mi 20.03.
18:00
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Do 21.03.
10:00
→ im Anschluss Publikumsgespräch

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Relaxed Performance
Bei einer Relaxed Performance könnt ihr Aufführungen in einer entspannteren Atmosphäre erleben, als das normalerweise im Theater üblich ist. Damit wollen wir auch eine Willkommensatmosphäre für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen schaffen, die durch konventionelle Theaterregeln an vielen Stellen ausgeschlossen werden. Kurz: Relaxed Performances richten sich an alle, die Theater in einer besonders ungezwungenen und inklusiven Umgebung erleben möchten.

Für „Macht PAUSE“ heißt das:

  • Als alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten bieten wir in der ersten Reihe 5 Sitzsäcke und 2 Liegekissen an. Bitte gebt direkt bei der Kartenbuchung an, ob ihr das Angebot nutzen möchtet, denn die Plätze sind begrenzt.
  • Es werden nicht alle Plätze verkauft, so dass ihr auch am Platz mehr Bewegungsfreiheit habt oder während der Aufführung den Platz wechseln könnt.
  • Ihr könnt den Theatersaal jederzeit verlassen und wieder zurückkommen. Im oberen Foyer ist ein Pausenbereich eingerichtet, um Ruhe zu finden.
  • Beim Einlassteam gibt es Gehörschutz zum Ausleihen.
  • Early Boarding/Vor-Einlass: 20 Minuten vor Beginn, Treffpunkt im Foyer. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen, die einen speziellen Sitzplatz benötigen, oder einen entspannteren Einlass wünschen, um in Ruhe ihren Platz zu finden und sich an die Licht- und Raumsituation zu gewöhnen.
  • Einlass: 10 Minuten vor Beginn.
  • Das Licht im Theatersaal bleibt gedimmt an.
  • Stille ist kein Muss – Geräusche im Publikum sind willkommen.

Das erwartet euch:

  • Bei „Macht PAUSE“ wird gesprochen, gesungen, getanzt und gerappt.
  • Dabei geht es auch um Themen, wie soziale Ungleichheit und Unterdrückung, vor allem aber um Empowerment und Widerstand.
  • Das Licht auf der Bühne ist mal heller und mal dunkler. Selten gibt es plötzliche Lichtwechsel oder völlige Dunkelheit auf der Bühne.
  • Es gibt mal lautere und mal leisere Musik und sich überlagernde Soundelemente.
  • Ungefähr in der Mitte des Stücks laufen die Spieler*innen auf die Tribüne zu und stoppen kurz davor. Dann setzen sie sich im Zuschauer*innenraum auf die Stufen.
  • Sprache: vor allem Deutsch, kurze Passagen auf Englisch, Französisch, Persisch, Serbokroatisch und Türkisch.
  • Die Darsteller*innen erzählen auch persönliche Geschichten. Wir möchten euch bitten damit respektvoll umzugehen und euch nach Möglichkeit nicht zu unterhalten.
Anbindung an den Rahmenlehrplan
Ethik · 8. – 10. Klasse
  • „Wie frei bin ich? - Freiheit und Verantwortung“ - Handlungs- und Willensfreiheit – Wann fühle ich mich frei? Was braucht der Mensch, um frei zu sein?
  • Verantwortungsvolles Handeln - Schützt die Gesellschaft ausreichend die Werte, die sie propagiert (wie Gleichberechtigung, Gleichheit, Respekt, Würde des Menschen)?
  • „Wer bin ich? - Identität und Rolle“ - Glück und gelingendes Leben - Welche Bilder von Glück vermittelt die Gesellschaft? Welche Rolle spielt die Selbstverwirklichung für ein gelingendes Leben?

Musik · 8.10. Klasse
  • „Musik und Gesellschaft“ - Musik und Herrschaft, Musik als Protest

Philosophie · Sekundarstufe II
  • „Ethisch-praktischer Reflexionsbereich“ - Fragen der menschlichen Freiheit und Verantwortung, Auseinandersetzung mit individuellen und gesellschaftlichen Werten und Normen und ihren Konsequenzen
  • „Geschichtlicher, gesellschaftlicher und anthropologischer Reflexionsbereich“ - die menschliche Willens- und Handlungsfreiheit

Fachübergreifende Kompetenzentwicklung · Sekundarstufe II
Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt
  • Perspektivwechsel und Selbstreflexion: Schüler*innen „erwerben die Fähigkeit, sich eigene, tatsächliche und zugeschriebene Merkmale bewusstzumachen, die eigene Lebenssituation und Lebensweise zu reflektieren und einen Perspektivwechsel im Hinblick auf die Lebenssituationen anderer vorzunehmen.“
  • Teilhabe gestalten: Schüler*innen lernen „Demokratisierungs- und Teilhabeprozesse in der Schule und der Gesellschaft zu hinterfragen und zu gestalten.“

Trailer


Dauer: 50 Minuten
Spielort: Bühne 4
ab 14 Jahren · 8. – 13. Klasse
Premiere: 14. April 2023
Spielleitung: Magda Korsinsky Bühne: Marian Nketiah Kostüme: Mariama Sow Sounddesign: Sky Deep Dramaturgie, Künstlerische Vermittlung: Amrit Walia Künstlerische Vermittlung: Bárbara Galego Schreibwerkstatt und Rap-Coaching: Sookee Schreibwerkstatt und Rap-Coaching (Gruppen Rap): Alice Dee Lichtdesign: Lutz Deppe Beratung Relaxed Performance: Angela Alves, Miles Wendt
Von und mit: Asena Ersöz, Chiamaka Ezeh, Marta Ivkić, Jasmin, Lena Sofia Lange, Liv Lauritzen, Andilath Maroufou, Elea Muna, Juli Schulz, Vanessa Semenihin, Christin Wieder