23.09.2026
Berliner Stückepreis für junges Publikum: fünf Autor*innen nominiert
Preisverleihung am 6. November im Theater an der Parkaue
Zweite Ausgabe des Berliner Stückepreises für junges Publikum: Ruth Johanna Benrath, Fabienne Dür, Nick Hartnagel, Levi R. Kuhr und Lili Roesing sind für den mit 10.000 Euro und einer Uraufführung am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin dotierten Preis nominiert.
Aus 77 Einsendungen wählte die Fachjury – die Autorin und Theatermacherin Antigone Akgün, die Lektorin Henrieke Beuthner und die Autorin Lena Gorelik – die fünf Autor*innen und ihre Texte aus. Die nominierten Stücke werden am 5. und 6. November in szenischen Lesungen vorgestellt. Am 6. November wird im Anschluss an die Lesungen der Preis verliehen.
Die fünf nominierten Stücke zeigen unterschiedliche Perspektiven auf die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen heute und stehen für die Vielfalt gegenwärtiger Dramatik für junges Publikum.
Das „Zwischen-Kinder-und-Jugendstück“ „Hey Ayla oder die Reise nach Depr“ (10+) handelt von Lolo und ihren kleinen Bruder Michi, die versuchen zu verstehen, was mit ihrer psychisch kranken Mutter passiert. Feinfühlig und fantasievoll zeigt Autorin Ruth Johanna Benrath, wie die unterschiedlich alten Geschwister diese schwierige familiäre Situation erleben und nach und nach beginnen, das Schweigen zu durchbrechen.
Im Kinderstück „Schnee von morgen“ (8+) treffen die Geschwister Leo und Mo nach der Trennung ihrer Eltern auf das Mädchen Fee, die sich nicht darum schert, was andere denken. Poetisch erzählt Autorin Fabienne Dür von Verlust, Freundschaft und der Kraft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Im Jugendstück „Häuten“ (14+) treffen bei einem Abiball große Erwartungen und alte Rechnungen aufeinander. Autor Nick Hartnagel wirft einen präzisen Blick auf die Machtstrukturen und -spiele einer Klasse und erkennt dabei seine Figuren, ohne sie jemals bloßzustellen.
Das Jugendstück „Über die morbide Romantik im programmierten Zelltod“ (14+) erzählt von drei Jugendlichen zwischen Freundschaft, erster Liebe und dem Druck, einem bestimmten Bild von Männlichkeit zu entsprechen – und davon, wie daraus Gewalt entstehen kann. Autor Levi R. Kuhr gelingt ein berührendes Porträt jugendlicher Gefühlswelten: auf Augenhöhe mit den Figuren, zart und impulsiv, zweifelnd und hoffnungsvoll zugleich.
Autorin Lili Roesing schreibt in ihrem Jugendstück „Rückenschwimmen“ (14+) über vier Freundinnen, die überzeugt sich, dass sie aufeinander aufpassen können – bis eine von ihnen einen Übergriff erlebt. Der Text ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt, Freundschaft und Solidarität und besticht durch seine poetische und lebendige Sprache.
Aus 77 Einsendungen wählte die Fachjury – die Autorin und Theatermacherin Antigone Akgün, die Lektorin Henrieke Beuthner und die Autorin Lena Gorelik – die fünf Autor*innen und ihre Texte aus. Die nominierten Stücke werden am 5. und 6. November in szenischen Lesungen vorgestellt. Am 6. November wird im Anschluss an die Lesungen der Preis verliehen.
Die fünf nominierten Stücke zeigen unterschiedliche Perspektiven auf die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen heute und stehen für die Vielfalt gegenwärtiger Dramatik für junges Publikum.
Das „Zwischen-Kinder-und-Jugendstück“ „Hey Ayla oder die Reise nach Depr“ (10+) handelt von Lolo und ihren kleinen Bruder Michi, die versuchen zu verstehen, was mit ihrer psychisch kranken Mutter passiert. Feinfühlig und fantasievoll zeigt Autorin Ruth Johanna Benrath, wie die unterschiedlich alten Geschwister diese schwierige familiäre Situation erleben und nach und nach beginnen, das Schweigen zu durchbrechen.
Im Kinderstück „Schnee von morgen“ (8+) treffen die Geschwister Leo und Mo nach der Trennung ihrer Eltern auf das Mädchen Fee, die sich nicht darum schert, was andere denken. Poetisch erzählt Autorin Fabienne Dür von Verlust, Freundschaft und der Kraft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Im Jugendstück „Häuten“ (14+) treffen bei einem Abiball große Erwartungen und alte Rechnungen aufeinander. Autor Nick Hartnagel wirft einen präzisen Blick auf die Machtstrukturen und -spiele einer Klasse und erkennt dabei seine Figuren, ohne sie jemals bloßzustellen.
Das Jugendstück „Über die morbide Romantik im programmierten Zelltod“ (14+) erzählt von drei Jugendlichen zwischen Freundschaft, erster Liebe und dem Druck, einem bestimmten Bild von Männlichkeit zu entsprechen – und davon, wie daraus Gewalt entstehen kann. Autor Levi R. Kuhr gelingt ein berührendes Porträt jugendlicher Gefühlswelten: auf Augenhöhe mit den Figuren, zart und impulsiv, zweifelnd und hoffnungsvoll zugleich.
Autorin Lili Roesing schreibt in ihrem Jugendstück „Rückenschwimmen“ (14+) über vier Freundinnen, die überzeugt sich, dass sie aufeinander aufpassen können – bis eine von ihnen einen Übergriff erlebt. Der Text ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt, Freundschaft und Solidarität und besticht durch seine poetische und lebendige Sprache.
Zwei Tage der Gegenwartsdramatik: Uraufführung des Gewinnerstücks 2024
Am 5. November richtet sich zugleich der Blick auf die erste Ausgabe des Berliner Stückepreises: Das 2024 ausgezeichnete Gewinnerstück „16GB: Tischtennisplattenpolitik“ (14+) von Zehra Sönmez feiert seine Uraufführung am Theater an der Parkaue. Die wütende und empowernde Jugendgeschichte über postmigrantische Lebensrealitäten in Deutschland wird von Till Doğan Ertener inszeniert.
Ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion, dem jungen Dramaclub sowie Raum für Austausch und Begegnung begleiten die beiden Tage.
Ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion, dem jungen Dramaclub sowie Raum für Austausch und Begegnung begleiten die beiden Tage.
Zum Berliner Stückepreis für junges Publikum
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis des Landes Berlin wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einer Uraufführung am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin verbunden. Der Preis zeichnet herausragende Kinder- und Jugendtheaterstücke aus, die sich neuen Narrativen widmen: Welche Geschichten fehlen bislang auf den Bühnen für junges Publikum? Welche Perspektiven einer jungen, vielstimmigen Generation kommen bisher zu kurz?
Christina Schulz, Co-Intendantin Theater an der Parkaue: „Mit dem Berliner Stückepreis für junges Publikum setzt Berlin weiter ein deutliches Zeichen für mehr Multiperspektivität auf den Bühnen des Kinder- und Jugendtheaters. Im Theater für junges Publikum suchen wir nach Geschichten, die von den Lebensrealitäten junger Menschen in einer vielfältigen Gesellschaft erzählen. Der Berliner Stückepreis ist eine großartige Gelegenheit, solche Geschichten zu finden und ihre Autor*innen zu fördern. Ich gratuliere den nominierten Autor*innen und freue mich auf ein interessantes Wochenende ganz im Zeichen der Gegenwartsdramatik.“
Bis zum 30. April konnten Autor*innen ihre Texte für den Preis einreichen. Die Ausschreibung richtete sich sowohl an erfahrene Dramatiker*innen als auch an Autor*innen, die am Beginn ihres dramatischen Schreibens stehen. Auch mehrsprachige Texte konnten eingereicht werden. Insgesamt gingen 77 Texte ein.
Der „Berliner Stückepreis für junges Publikum“ ist ein Preis des Landes Berlin und wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom Theater an der Parkaue ausgelobt. Das Rahmenprogramm rund um die Preisverleihung wird gefördert von der Heinz und Heide Dürr Stiftung.
Die szenischen Lesungen entstehen in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
Christina Schulz, Co-Intendantin Theater an der Parkaue: „Mit dem Berliner Stückepreis für junges Publikum setzt Berlin weiter ein deutliches Zeichen für mehr Multiperspektivität auf den Bühnen des Kinder- und Jugendtheaters. Im Theater für junges Publikum suchen wir nach Geschichten, die von den Lebensrealitäten junger Menschen in einer vielfältigen Gesellschaft erzählen. Der Berliner Stückepreis ist eine großartige Gelegenheit, solche Geschichten zu finden und ihre Autor*innen zu fördern. Ich gratuliere den nominierten Autor*innen und freue mich auf ein interessantes Wochenende ganz im Zeichen der Gegenwartsdramatik.“
Bis zum 30. April konnten Autor*innen ihre Texte für den Preis einreichen. Die Ausschreibung richtete sich sowohl an erfahrene Dramatiker*innen als auch an Autor*innen, die am Beginn ihres dramatischen Schreibens stehen. Auch mehrsprachige Texte konnten eingereicht werden. Insgesamt gingen 77 Texte ein.
Der „Berliner Stückepreis für junges Publikum“ ist ein Preis des Landes Berlin und wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom Theater an der Parkaue ausgelobt. Das Rahmenprogramm rund um die Preisverleihung wird gefördert von der Heinz und Heide Dürr Stiftung.
Die szenischen Lesungen entstehen in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf