Love Lab (6+ · 14+)
Künstlerische Recherchen über Liebe, Körper und Sexualität Relaxed Performance
Im „Love Lab“ verwandeln wir die Theaterbühne in einen Raum der Liebe, feiern unsere Körper, stellen mutig Fragen zur Sexualität und erfinden neue Liebeslieder.
In zwei Laboren beschäftigen sich behinderte und nicht-behinderte Künstler*innen mit den Themen Körper, Liebe und Sexualität für ein junges Publikum. Sie erforschen, was gesellschaftliche Schönheitsideale mit uns machen, wie kompliziert Beziehungen sein können und wie sich Nähe und Intimität anfühlen. Es geht auch um die aufregende Erfahrung, jemanden zu lieben, die eigene Geschlechtsidentität auszudrücken und Grenzen zu formulieren. Dabei interessieren sich die Künstler*innen für Wünsche, Ängste und Unsicherheiten junger Menschen in Bezug auf Liebe und Sexualität.
Relaxed Performance
Bei einer Relaxed Performance könnt ihr Aufführungen in einer entspannteren Atmosphäre erleben, als das normalerweise im Theater üblich ist. Damit wollen wir auch eine Willkommensatmosphäre für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen schaffen, die durch konventionelle Theaterregeln an vielen Stellen ausgeschlossen werden. Kurz: Relaxed Performances richten sich an alle, die Theater in einer besonders ungezwungenen und inklusiven Umgebung erleben möchten.
Bei „Love Lab“ heißt das
- Als alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten bieten wir in der ersten Reihe 4 Sitzsäcke an. Bitte gebt direkt bei der Kartenbuchung an, ob ihr das Angebot nutzen möchtet.
- Freie Platzwahl: ihr könnt euch euren Platz selbst aussuchen.
- Es werden nicht alle Plätze verkauft, so dass ihr auch am Platz mehr Bewegungsfreiheit habt oder während der Aufführung den Platz wechseln könnt.
- Ihr könnt den Theatersaal jederzeit verlassen und wieder zurückkommen.
- Das Licht im Theatersaal bleibt die ganze Zeit über gedimmt an.
- Stille ist kein Muss – Geräusche im Publikum sind willkommen.
- Einlass: 5 Minuten vorher
- Beide Präsentationen dauern ca. 50 Minuten und haben keine Pause.
Genauere Infos zu den einzelnen Präsentationen gibt es unter dem jeweiligen Stück.
Ein neues Stück über Liebe
Chaos der Gefühle
Stückentwicklung von Rachel Rosen
ab 6 Jahren · 1. – 6. Klasse
ab 6 Jahren · 1. – 6. Klasse
Was können ein Fragezeichen, eine Wolke, ein Hormon, eine Erdbeere und der Frust zur Liebe sagen? In Rachel Rosens neuem Stück ist ein Fragezeichen auf der Suche nach Antworten in Liebesdingen. Auf seiner Suche trifft es auf eine Wolke, die verliebt im Raum umherschwebt, ein aufgekratztes Hormon und den Frust. Sie lernen sich kennen, nähern sich an, verbiegen sich, um sich zu gefallen, sind wütend auf sich selbst oder schmelzen beim Anblick des*der Anderen dahin. Und was macht die Erdbeere? Egal, am Ende feiern sie sich gegenseitig für das, was sie sind, und zwischendurch trällern sie zusammen herzzerreißende Liebeslieder.
Künstlerisches Team
Rachel Rosen (Text), Louis Edler (Songtexte), Anton Berman (Regie und Musik), Isabel Nagel (Künstlerische Assistenz)
Termine
keine weiteren Termine
Relaxed Performance „Chaos der Gefühle“
Bei einer Relaxed Performance könnt ihr Aufführungen in einer entspannteren Atmosphäre erleben, als das normalerweise im Theater üblich ist. Damit wollen wir auch eine Willkommensatmosphäre für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen schaffen, die durch konventionelle Theaterregeln an vielen Stellen ausgeschlossen werden. Kurz: Relaxed Performances richten sich an alle, die Theater in einer besonders ungezwungenen und inklusiven Umgebung erleben möchten.
Bei „Chaos der Gefühle“ heißt das
- Dauer: ca. 45 Minuten
- Einlass: ca. 5 Minuten vor Beginn
- Euren Platz könnt ihr euch selbst aussuchen. Es gibt Sitzplätze mit Lehne und Sitzsäcke in der ersten Reihe.
- Der Boden ist silbern und wie ein Spiegel. Auf der Bühne seht ihr viele verschiedene Dinge. Ein großes rotes Ei, eine große Blume und eine Rampe – wie ein kleiner Hügel, der sich ebenfalls spiegelt. Von der Decke hängt ein roter Flauschball, auf dem Boden liegt ein großer Regenwurm. In der Mitte der Bühne steht ein rundes Wasserbecken.
- Es gibt vor allem viele Gefühle und viel Musik und (Sprech-)Gesang.
- Dazu werden verschiedene Instrumente gespielt: Glockenspiel, Bass, Akkordeon und Trommel.
- Eine Person trägt Steppschuhe. Das sind Schuhe, die laut klackern, wenn man in ihnen läuft.
- Die Spieler*innen sprechen oft ins Mikrofon.
- Das Licht wechselt langsam.
- Manchmal wird es auch dunkel auf der Bühne, aber das Licht bei euch im Publikum bleibt immer leicht an.
- Nebel breitet sich in zwei Szenen auf der Bühne aus. Vielleicht riecht es ein bisschen komisch, aber der Nebel ist nicht giftig.
- Zweimal kommt eine Person zu euch ins Publikum und stellt euch Fragen. Ihr könnt gerne antworten, wenn ihr möchtet.
Sensible Inhalte
Selbstverständlich sind alle Themen und Inhalte in unseren Theaterstücken kind- und jugendgerecht gestaltet. Wir stellen diese Informationen zur Verfügung, damit alle Besucher*innen selbstbestimmt entscheiden können, ob ein Vorstellungsbesuch für sie passend und zugänglich ist. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne unter barrierefreiheit@parkaue.de oder 030.55 77 52 31.
Thematisierung von Liebeskummer
Sensorische Reize
Einsatz von Licht
Einsatz von Musik und Geräuschen
Interaktion mit dem Publikum
Sonstige Effekte
- In einer Szene gibt es flackerndes Partylicht
- In einer Szene wird es sehr dunkel
- In einer Szene wird Licht auf Wasser gestrahlt und reflektiert im Raum
Einsatz von Musik und Geräuschen
- Es gibt Live-Musik (Bass, Akkordeon, Trommel, Glockenspiel und Gesang)
- Eine Schauspielerin trägt Steppschuhe
Interaktion mit dem Publikum
- Während des Einlasses sind fünf Schauspieler*innen auf der Bühne
- Zu Beginn steht ein Schauspieler nah an der ersten Reihe des Publikums
- Zu einem Moment sitzt eine Schauspielerin im Zuschauer*innenraum und spricht die Zuschauer*innen direkt an
- An zwei Stellen wird das Publikum animiert mitzusingen oder eine Frage zu beantworten. Die Interaktion ist freiwillig.
Sonstige Effekte
- In zwei Szenen wird die Drehbühne gedreht
- Es kommt zum Einsatz einer Nebenmaschine
- In einer Szene wird ein Bühnenelement von der Decke heruntergelassen
- Auf dem Bühnenboden befindet sich Spiegelfolie
Sexualität – fucking schön?!
Performative Recherche von Katharina Bill, Verena Eder, Patrizia Kubanek und Ensemble
ab 14 Jahren · 8. – 13. Klasse
ab 14 Jahren · 8. – 13. Klasse
Sexualität ist in uns, zwischen uns und um uns herum und doch sind wir oft ungeübt im Sprechen darüber. Sechs Schauspieler*innen begeben sich vor den Augen der Zuschauenden auf einen persönlichen, unheimlichen, lustigen und wunderschönen Trip in die Welt der Sexualität. Auf einem bizarren Spielplatz, den die Bühnenbildnerin Eva Lochner nach dem Gemälde „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch entworfen hat, erinnern sie sich daran, wie sie selbst Jugendliche waren und tauchen ein in ihre aktuellen Gedanken zu einem spicy Thema. Denn auch wenn Sex eigentlich rätselhaft und unbeschreiblich ist, hilft uns das gemeinsame Sprechen über Intimität, Scham und Liebe. Vielleicht hilft es dabei, uns selbst besser zu verstehen, Grenzen auszusprechen, Gewalterfahrung zu teilen und zu beschreiben, was wir mögen. In diesem Sinne: „Let’s talk about sex, Baby“!
Künstlerisches Team
Katharina Bill (Regie), Patrizia Kubanek (Regie), Verena Eder (Mitkonzeption)
Termine
keine weiteren Termine
Relaxed Performance „Sexualität – fucking schön?!“
Bei einer Relaxed Performance könnt ihr Aufführungen in einer entspannteren Atmosphäre erleben, als das normalerweise im Theater üblich ist. Damit wollen wir auch eine Willkommensatmosphäre für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen schaffen, die durch konventionelle Theaterregeln an vielen Stellen ausgeschlossen werden. Kurz: Relaxed Performances richten sich an alle, die Theater in einer besonders ungezwungenen und inklusiven Umgebung erleben möchten.
Bei „Sexualität – fucking schön?!“ heißt das
- Dauer: ca. 55 Minuten
- Einlass: ca. 5 Minuten vor Beginn
- Euren Platz könnt ihr euch selbst aussuchen. Es gibt Sitzplätze mit Lehne und Sitzsäcke in der ersten Reihe.
- Der Boden ist silbern und wie ein Spiegel. Manchmal spiegelt sich das Licht darin und wirft Reflektionen auf die Wände. Auf der Bühne stehen verschiedene Dinge: eine große Blume, ein großes schwarzes Becken in der Bühnenmitte, und auf dem Boden liegt ein großer Wurm (oder ist es ein Penis?). An einer Seite gibt es eine Rampe – wie ein kleiner Hügel, der sich ebenfalls spiegelt. Von der Decke hängt ein roter Flauschball.
- Es gibt viele Momente der Stille.
- Es gibt Szenen mit Musik. Die Musik setzt nie plötzlich ein, sondern wird von den Schauspieler*innen angekündigt.
- Das Licht wechselt langsam und ist manchmal hell und manchmal dunkel. Die Schauspieler*innen sagen meistens an, dass sich das Licht verändert.
- Das Licht im Publikum bleibt die ganze Zeit über leicht an.
- Die Bühne dreht sich an manchen Stellen – mal schneller, mal langsamer.
- Es kann sein, dass die Schauspieler*innen euch ansprechen. Ihr könnt darauf reagieren, aber ihr müsst nicht.
- An einer Stelle werden euch Süßigkeiten angeboten. Ihr dürft gerne zugreifen und euch eine Süßigkeit nehmen, wenn ihr mögt.
Sensible Inhalte
Selbstverständlich sind alle Themen und Inhalte in unseren Theaterstücken kind- und jugendgerecht gestaltet. Wir stellen diese Informationen zur Verfügung, damit alle Besucher*innen selbstbestimmt entscheiden können, ob ein Vorstellungsbesuch für sie passend und zugänglich ist. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne unter barrierefreiheit@parkaue.de oder 030.55 77 52 31.
Thematisierung von Sexualität und Militär
Textliche Schilderung von
Szenische Darstellung von
Textliche Schilderung von
- Einem ersten Mal: Ein Schauspieler spricht über sein erstes Mal. Es werden keine expliziten Details genannt.
- Grenzen: Die Schauspieler*innen sprechen Fragen in den Raum zu wie schwer es sein kann, eigene Grenzen zu erkennen und formulieren. Die Fragen bleiben unbeantwortet.
- Explizite Sprache: Es werden Begriffe wie z. B. ficken, lecken, Vulva, Penis genannt. In einer anderen Szene wird ein Lied eingespielt, das u. a. explizit über weibliche Sexualität erzählt.
Szenische Darstellung von
- Ausziehen: Eine Person versucht, sich unauffällig vor dem Publikum auszuziehen. Das Publikum wird die Person nicht nackt sehen.
Sensorische Reize
Einsatz von Licht
Einsatz von Musik und Geräuschen
Interaktion mit dem Publikum
Sonstige Effekte
- Das Licht im Publikum bleibt lange sehr hell
- In einer Szene gibt es flackerndes Partylicht
- In einer Szene ist es sehr dunkel mit einem hellen Spot in der Mitte
Einsatz von Musik und Geräuschen
- In einer Szene schreit ein Schauspieler und gerät in Verzweiflung
- An einer Stelle wird ein sehr lautes Lied eingespielt
- Gegen Ende gibt es eine Szene mit einer Musik in einer sehr hohen Frequenz
Interaktion mit dem Publikum
- In einer Szene werden Pralinen ans Publikum verteilt. Wenn ihr mögt, dürft ihr gerne eine nehmen und essen (vegan und ohne Nüsse).
- Eventuell sprechen einzelne Schauspieler*innen Zuschauer*innen direkt an. Wenn ihr mögt, könnt ihr antworten.
Sonstige Effekte
- In einigen Szenen wird die Drehbühne gedreht
- In einer Szene wird ein Bühnenelement unter die Bühnendecke gezogen
- Es kommt zum Einsatz einer Nebelmaschine
- Auf dem Bühnenboden befindet sich Spiegelfolie
Mehr
Beratungsstellen
- Strohhalm e. V. – Fachstelle für Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen*, Jungen* und Kindern aller Geschlechter: www.strohhalm-ev.de
- Lambda Bund – Queersupport-Fach-&Peerberatung für junge Queers (digital): www.queersupport.de
- Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg – Queere Jugendgruppen & Beratung: www.lambda-bb.de
- Jugendnotmail – Online-Beratung für Kinder und Jugendliche bis 24 Jahren, kostenlos, anonym und 24/7: www.jugendnotmail.de
- U25 – Kostenlose, vertrauliche Online-Suizidprävention und Mailberatung für unter 25-Jährige: www.u25-deutschland.de
Literatur
Zu „Chaos der Gefühle“ (6+)
Zu „Sexualität –fucking schön?!“ (14+)
- „Klär mich auf – 101 echte Kinderfragen rund um ein aufregendes Thema“ von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl
- „Ich bin gut zu mir! Selbstfürsorge-Schatzkiste“ von Falk Peter Scholz
- „Was glitzert denn da? Ein Buch über Menschen, Körper, Wachsen und Sich gernhaben“ von Daria Locher und Patricia Strübin
Zu „Sexualität –fucking schön?!“ (14+)
- „Fucking fucking schön“ von Eva Rottmann
- „Unverblümt! Klare Fakten zu Sex und Aufklärung“ von Myriam Daguzan Bernier und Cécile Gariépy
- „Sexuelle Bildung zu trans* und nicht-binären Körpern“ von Alexander Hahne
Nachhaltigkeit und Theaterbetrieb – Wie geht das?
Interview mit Anne Rietschel, Hermann Meyn und Robert Schumann zu Nachhaltigkeit an der Parkaue
Außerdem sind im „Love Lab“ Teens Full of Ideas, der Kinder- und Jugendbeirat der Parkaue und unser Ensemble beteiligt.
Alles entsteht unter klimaneutralen Produktionsbedingungen.
Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Alles entsteht unter klimaneutralen Produktionsbedingungen.
Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Spielort: Bühne 3
Präsentation: 21., 23. und 24. April 2026
Künstlerisches Team (Ein neues Stück über Liebe): Anton Berman, Louis Edler, Rachel Rosen
Künstlerische Assistenz: Isabel Nagel
Künstlerisches Team (Sexualität – fucking schön?!): Katharina Bill, Verena Eder, Patrizia Kubanek
Bühne: Eva Lochner
Kostüme: Vinzenz Schechner
Dramaturgie: Leonie Graf
Künstlerische Vermittlung: Bárbara Galego, Shalün Schmidt