Bioluminescence

von Criptonite Relaxed Performance
in englischer Lautsprache · mit Übertitel in Deutsch und Englisch · Integrierte Audiodeskription auf Englisch · Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache · Relaxed Performance Koproduktion Tanzhaus Zürich
Dinge wachsen aus der Erde. Sie leuchten. In der Postapokalypse schließen sich vier behinderte Menschen zusammen und erschaffen mit ihren wichtigsten Werkzeugen eine opulente Klanglandschaft. Mit Hilfe von Memory beschwören sie Zauberformeln, um ihre behinderten Vorfahr*innen zu ehren und die Welt um sie herum zu verwandeln. Lasse deine Annahmen über Resilienz an der Tür zurück: Du musst nicht deinen eigenen Urin trinken! Mit Humor, Popmusik und Patricia, der Schildkröte, besinnen sich Criptonite darauf zurück, was Überleben wirklich bedeutet.

Zur Vorstellung gehört ein 30-minütiger Prolog für behindertes Publikum und deren Assistenzpersonen um 19:00 Uhr. Der Prolog ist Teil des Stücks und beinhaltete eine Touch Tour, Pre-Show Access und Early Boarding. Für nichtbehindertes Publikum beginnt die Show um 19:30 Uhr.

Criptonite ist ein crip-queeres Theaterprojekt, gegründet in 2020 von Nina Mühlemann und Edwin Ramirez. In ihren Arbeiten stellen sie die Arbeit von behinderten Künstler*innen in den Mittelpunkt, bieten Möglichkeiten für behinderte Menschen, die in die Kunst einsteigen wollen und arbeiten mit Zugänglichkeit als Ästhetik. Ihre Performances handeln von langsamen Tiere, thematisieren die Geschichte der Eugenik in der Schweiz oder nutzen Genuss als Form des Widerstands. Criptonites letztes Stück, „Creature Comforts“, wurde im Herbst 2023 und „Bioluminescence“ im Juli 2025 im Tanzhaus Zürich gezeigt. Von der Stadt Zürich erhält Criptonite 4-Jahresförderung von 2024 bis 2028.

Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich, Migros-Kulturprozent disframe, Max Bircher Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Stiftung Denk an Mich, Albert Huber-Stiftung. Das Gastspiel wird unterstützt von Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung.

Termine

https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Mi 18.11.
19:30
https://www.parkaue.de Theater an der Parkaue Parkaue 29, 10367 Berlin
Do 19.11.
19:30

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Leichte Sprache

Zum Stück

Theater, Aktions·kunst

Nein, das ist kein Pipi.
Und du musst es auch nicht trinken.
Das Stück heißt „Bio·luminescence“.
Bio·lumineszenz bedeutet:
Lebe·wesen erzeugen selbst Licht mit ihrem Körper.
Das können zum Beispiel Glüh·würmchen, manche Quallen, Tief·see·fische und manche Pilze.
Für dieses Stück gilt:
Vergiss alles, was du bisher gedacht hast.
Hier schließen sich 4 behinderte Menschen zusammen.
Sie leben in der Zeit nach einer großen Katastrophe.
Nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt.
Sie sprechen Zauber·sprüche.
So wollen sie ihre Vor·fahren ehren.
Also die behinderten Menschen, die vor ihnen gelebt haben.
Und sie wollen die Welt um sich herum verwandeln.
Es geht um die Frage:
Was bedeutet es wirklich, zu überleben?
Diese Frage beantwortet das Stück mit viel Humor und Pop·musik.
Und mit Patricia, der Schild·kröte.
Vor dem Stück gibt es eine Einführung für behindertes Publikum und ihre Assistenz·personen.
Die Einführung beginnt um 19:00 Uhr.
Zu der Einführung gehören:
Ein früher Einlass.
So können sich alle in Ruhe einen Sitz·platz suchen.
Eine Fühl·tour.
Man kann Dinge auf der Bühne anfassen.
Oder Teile der Kostüme.
Ein Vor·gespräch.
Für nicht·behindertes Publikum beginnt die Vorstellung um 19:30 Uhr.

Das Stück dauert etwa 75 Minuten. Es gibt keine Pause.
Auf der Bühne wird Englisch gesprochen.
Man kann den Text auf Deutsch und Englisch mit∙lesen.
Außerdem wird das Stück in Deutsche Gebärden·sprache übersetzt.
Zum Stück gibt es eine Audio·deskription.
Das bedeutet:
Jemand beschreibt für blinde Zuschauer*innen:
Was sieht man gerade auf der Bühne?

Hinweise zum Stück

Das Stück spielt in der Zeit nach einer großen Katastrophe.
Nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt.
Es geht also ums Über·leben und ums Sterben.
Und um das Sterben von Freund*innen.
In manchen Szenen wird gesagt:
Nur starke und gesunde Menschen können Katastrophen überleben.
Das ist behinderten·feindlich.
Es gibt 3 Überraschungs·momente während der Vorstellung.
Möchtest du die 3 Überraschungs·momente lieber vorher wissen?
Dann kannst du bei der Einführung danach fragen.
Teile der Einführung sind zum Mit·machen.
Aber das ist frei·willig.

Hinweise zu Licht und Geräuschen

Das Stück ist eine Relaxed Performance.
Das heißt übersetzt: Entspannte Aufführung.
Es bedeutet:
Alle sollen sich im Publikum wohlfühlen.

Hier bei diesem Stück heißt es:
  • Die Türen sind nicht geschlossen.
    Man kann zwischen·durch rausgehen.
    Und auch wieder rein·kommen.
  • Im Foyer gibt es einen Ruhe·bereich.
  • Es gibt verschiedene Sitz·möglichkeiten.
    Zum Beispiel Sitz·säcke und bequeme Sitz·kissen.
  • Es werden nicht alle Sitz·plätze verkauft.
    So haben alle mehr Platz im Zuschauer*innen·raum.
  • Niemand muss im Publikum leise sein.
    Geräusche sind ok.
  • Es gibt einen früheren Einlass.
    So kann man sich ganz in Ruhe einen Sitz·platz suchen.
  • Es ist nicht völlig dunkel im Saal.
  • Auf der Bühne gibt es kein grelles Blitz·licht.

Hinweis zu eurem Besuch

Bei uns müsst ihr keine Maske tragen.
Es ist freiwillig.

Aber manche Menschen brauchen besonderen Schutz.
Oder sie fühlen sich mit einer Maske sicherer.
Deshalb könnt ihr gerne eine Maske tragen.
Zum Beispiel:

Wenn viele Menschen eng zusammen sind.
Beim Einlass.
Im Saal.

Am Access-Tisch gibt es kostenlose Masken für euch.

Fühlt ihr euch krank?
Habt ihr eine Erkältung, Husten oder Schnupfen?
Dann bleibt bitte zu Hause!

Danke, dass ihr auf andere achtet.
Wir freuen uns auf euch!

Barrierefreiheit

  • Zur Vorstellung gehört ein 30-minütiger Prolog für behindertes Publikum und deren Assistenzpersonen um 19:00 Uhr. Der Prolog ist Teil des Stücks und beinhaltete eine Touch Tour, Pre-Show Access und Early Boarding. Für nichtbehindertes Publikum beginnt die Show um 19:30 Uhr.
  • Die Veranstaltung findet als Relaxed Performance statt.
  • Es gibt keine extremen Lichtwechsel und kein Stroboskoplicht. Am Ende der Vorstellung kommt Blaulicht zum Einsatz. Im Saal ist es nie ganz dunkel.
  • Die Vorstellung findet mit Live-Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Zuschauer*innen in englischer Lautsprache statt. Die Audiodeskription ist für alle Zuschauer*innen im Raum hörbar und es wird kein Empfangsgerät benötigt.
  • Die Vorstellungen werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
  • Es werden Rollstuhlplätze und Sitzsackplätze zur Verfügung gestellt.

Hinweis für euren Besuch

Das Tragen einer FFP2-Maske ist bei den Festival-Veranstaltungen freiwillig.
Viele Menschen sind aber weiterhin auf Schutz angewiesen oder fühlen sich mit Maske im Publikum einfach wohler. Wenn ihr euch und andere schützen möchtet, tragt gerne in Situationen mit wenig Abstand (z. B. beim Einlass oder im Saal) eine Maske. Kostenlose Masken gibt es an unserem Access-Tisch im Foyer.
Bitte bleibt zu Hause, wenn ihr euch krank fühlt oder Erkältungssymptome habt.
Danke für eure Rücksichtnahme, wir freuen uns auf euren Besuch!

Sensible Inhalte

  • In einer Szene wird das Überleben/Zurückbleiben behinderter Menschen während der Apokalypse sowie der Tod einer befreundeten Person thematisiert. In einer weiteren Szene wird über ableistische Überlebensstrategien (z.B. „Überleben des Stärkeren“) gesprochen.
  • Es gibt drei Überraschungsmomente während der Vorstellung. Wenn du diese lieber im Voraus wissen möchtest, kannst du während des Prologs die Performer*innen danach fragen.
  • Teile des Prologs sind partizipativ (das ist freiwillig).

Sensorische Reize

  • Licht: Es gibt verschiedenfarbiges Licht, z. B. ein intensives Rot. In der letzten Szene kommt UV-Licht in einem teilweise verdunkelten Raum zum Einsatz. Am Ende wird es fast komplett dunkel im Raum (Blackout).
  • Geräusche: Der lauteste Moment ist ein 6-minütiger lauter Pop-Rock-Song. Geräusche durch Kostüme und Bühnenbild treten oft plötzlich und arhythmisch auf. In zwei Szenen erzeugen Trommelgeräusche spürbare Vibrationen.
  • Sonstige Reize: Es wird leichter wasserbasierter Bühnennebel eingesetzt.

Zum Festival No Limits

NO LIMITS
Disability & Performing Arts Festival
11. – 21. November 2026, Berlin
www.no-limits-festival.de

In seiner zwölften Ausgabe zeigt NO LIMITS ein vielseitiges Programm mit Produktionen von Künstler*innen, die sich als behindert, blind, chronisch krank, Taub, mit Lernschwierigkeiten oder neurodivergent bezeichnen.

Deutschlands größtes und wichtigstes Festival für Disability & Performing Arts wird 2026 erstmals ausschließlich von behinderten Expert*innen kuratiert. Zwischen postapokalyptischen Überlebensstrategien aus der Schweiz und einer Überschreibung von Dantes „Göttlicher Komödie“ aus Belgien, einer Mythen-Abrechnung aus Brasilien und bildstarkem Theater aus Polen werden starke ästhetische Handschriften mit Haltung sichtbar.

In Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer, Theater Thikwa, Ballhaus Ost und dem Theater an der Parkaue präsentiert NO LIMITS internationale Theater-, Tanz- und Performance-Gruppen, außerdem Workshops, Partys und Austauschformate. Besondere Schwerpunkte sind 2026 die behinderte künstlerische Autor*innenschaft sowie die Zugänglichkeit der Spielstätten und Aufführungen.

Gefördert wird das Festival durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin und die Aktion Mensch

EN
In its twelfth edition, NO LIMITS presents a diverse program featuring works by artists who identify as disabled, blind, chronically ill, Deaf, having learning disabilities or neurodivergent. For the first time, Germany’s largest and most important festival for Disability & Performing Arts is curated exclusively by disabled experts. Amidst post-apocalyptic survival strategies from Switzerland and a reimagining of Dante’s Divine Comedy from Belgium, a reckoning with myths from Brazil, and visually striking theatre from Poland, strong aesthetic signatures with a clear message become apparent.

In collaboration with HAU Hebbel am Ufer, Theater Thikwa, Ballhaus Ost, and Theater an der Parkaue, NO LIMITS presents international theater, dance, and performance groups, alongside workshops, parties, and interactive dialogue formats. In 2026, particular emphasis is placed on disabled artistic authorship as well as the accessibility of venues and performances.


The festival is funded by the Berlin Senate Department for Culture and Social Cohesion and Aktion Mensch.
Dauer: 75 Minuten
Spielort: Bühne 3
Gastspiel im Rahmen von „No Limits – Festival für Disability & Performing Arts“: 18. und 19. November 2026
Künstlerische Co-Leitung und Performance: Nina Mühlemann, Edwin Ramirez Entwicklung & Performance: Flor Adam Méchain, Roy Fischer Dramaturgie: Alexandrina Hemsley Dramaturgie, Audiodeskription: Noah Mundinger Mitarbeit Audiodeskription und Performance: Brianna Deproose Choreografie: Alessandro Schiattarella Produktionsleitung: Laeticia Blättler (Moin Moin Productions) Produktionsassistenz: Pauline Della Bianca (artFAQ Rundlauf) Szenografie: Theres Indermaur Kostüme: Nicole Frei Kostümassistenz: Denisa Svachova Sounddesign: Susanne Affolter Lichtdesign: Tina Bleuler Lichtdesign, Technische Leitung, Lichttechnik: Patrik Rimann Beratung Relaxed Performance: Noa Winter Beratung für Soundeffekte: Marquis’ McGee Dramaturgische Beratung Tanzhaus: Lisa Letnansky Fotos: Mayar El Bakry